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Gartenarbeit im Frühling: Rasenmäher mäht eine Wiese
© Nemanja, KI | AdobeStock_731366266
Gartenarbeit im Frühling: die richtige Rasenpflege
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Mährfreier Mai am Niederrhein

Unter anderem die Stadt Kempen ruft zum mähfreien Mai auf. Weniger Mähen soll Insekten helfen und damit auch Vögel in Gärten und auf Grünflächen unterstützen.

Veröffentlicht: Dienstag, 05.05.2026 04:35

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Kempen unterstützt den mähfreien Mai

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Die Stadt Kempen ruft dazu auf, im Mai möglichst seltener zum Rasenmäher zu greifen. Hintergrund ist, dass in dieser Zeit viele Blumen und Wildkräuter wachsen, die Insekten als Nahrung dienen. Auf ungemähten Flächen finden Tiere außerdem Schutz und Rückzugsorte. Davon profitieren nach Angaben der Stadt auch heimische Vögel. Sie füttern ihre Jungen in den ersten Lebenswochen vor allem mit Insekten.

Die Aktion „Mähfreier Mai“ wird auch von Naturschutzverbänden unterstützt. Die Stadt Kempen beteiligt sich nach eigenen Angaben schon seit Jahren daran. Im Mai werden deshalb viele öffentliche Grünflächen nicht gemäht. Dazu gehören dort, wo es möglich ist, auch Wegeränder, Ausgleichsflächen, Streuobstwiesen und Wildwiesenbereiche in Grünanlagen. Ziel ist es, die Artenvielfalt in Kempen zu stärken.

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Öffentliche Flächen in Kempen bleiben länger stehen

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Nach Angaben der Stadt werden Wildwiesenbereiche grundsätzlich nur ein- bis zweimal im Jahr gemäht. Wegeränder sollen dort, wo die Verkehrssicherheit es zulässt, sogar nur einmal jährlich geschnitten werden. Außerdem sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Baubetriebshofes angewiesen, Blühbereiche beim Mähen möglichst auszulassen. So sollen Pflanzen länger stehen bleiben und Lebensräume für Insekten erhalten werden. Die Stadt setzt damit auf eine Pflege, die Natur und Artenvielfalt stärker berücksichtigt.

Die Begründung ist aus Sicht der Stadt klar: Gerade im Mai ist das Nahrungsangebot für Insekten besonders wichtig. Wenn Wiesen und Rasenflächen nicht gemäht werden, können sich Blüten besser entwickeln. Das schafft mehr Nahrung für Bienen, Hummeln und andere Insekten. Nach Angaben der Stadt zeigen Untersuchungen, dass sich das Nektarangebot auf ungemähten Rasenflächen um bis zu das Zehnfache erhöhen kann.

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Auch kleine Gärten können helfen

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Die Stadt Kempen ruft auch private Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer dazu auf, bei der Aktion mitzumachen. Schon kleine Flächen im eigenen Garten können demnach einen Beitrag leisten. Auch wenn einzelne Gärten nicht groß sind, entsteht zusammen eine große Fläche, die für Tiere wichtig sein kann. Weniger Mähen kann deshalb auch in Wohngebieten helfen, mehr Artenreichtum zu fördern. Die Stadt wirbt dafür, den Garten im Mai einfach etwas wilder wachsen zu lassen.

Nach dem Mai gilt aus Sicht der Stadt weiter das Prinzip „Weniger ist mehr“. Gemeint ist damit eine Gartenpflege, die Pflanzen mehr Zeit zum Blühen lässt und Tieren Lebensraum bietet. Die Stadt sieht darin eine einfache Möglichkeit, die Natur direkt vor der eigenen Haustür zu unterstützen. Wer den Rasenmäher einmal stehen lässt, kann also schon mit wenig Aufwand etwas für Insekten und Vögel tun. Weitere Maßnahmen oder Vorgaben für Privatgärten nennt die Stadt nicht.

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