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Lutherkirche Krefeld: Sanierung kostet 27 Millionen
© Ev. Kirchengemeinde Krefeld-Süd
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Lutherkirche Krefeld: Sanierung kostet 27 Millionen

Die Zukunft der Lutherkirche in Krefeld bleibt ungewiss. Ein Gutachten beziffert die Sanierungskosten auf rund 27 Millionen Euro.

Veröffentlicht: Montag, 08.06.2026 03:59

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Lutherkirche in Krefeld bleibt gesperrt

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Die Lutherkirche in Krefeld bleibt weiter geschlossen. Ein neues Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass die nötige Sanierung rund 27 Millionen Euro kosten würde. Das ist deutlich mehr als zunächst angenommen. Nach der Sperrung im August 2024 war noch von einem Bedarf im mittleren einstelligen Millionenbereich ausgegangen worden. Für die Evangelische Kirchengemeinde Krefeld-Süd liegt diese Summe nach eigenen Angaben weit außerhalb der finanziellen Möglichkeiten. Eine Öffnung für den Publikumsverkehr ist nach Einschätzung der Gutachter derzeit nicht vertretbar.

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Schäden an Dach, Mauerwerk und Statik

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Untersucht wurde die Lutherkirche vom Ingenieurbüro Dr. Brauer aus Dormagen. Laut Pressemitteilung wurden dabei Schäden an der Dachkonstruktion, Risse im Mauerwerk, Probleme an Natursteinverankerungen und weitere bauliche Mängel festgestellt. Nach Einschätzung der Gutachter wären umfangreiche Arbeiten nötig, um die Statik des Gebäudes zu sichern und die Bausubstanz dauerhaft zu erhalten. Die Gemeinde erklärt, dass die aktuell verfügbaren Investitionsmittel nur etwa ein Zehntel der nötigen Summe abdecken. Damit sieht sie keine Möglichkeit, die Sanierung aus eigener Kraft zu stemmen. Regelmäßige Kontrollen des Gebäudes bleiben weiter notwendig.

„Das Gutachten macht deutlich, dass wir vor einer Realität stehen, der wir uns stellen müssen“ - Christine Grünhoff, Pfarrerin und Presbyteriumsvorsitzende der Evangelischen Kirchengemeinde Krefeld-Süd.

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Walcker-Orgel soll gesichert werden

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Im Mittelpunkt steht jetzt die Zukunft der historischen Walcker-Orgel in der Lutherkirche. Das Instrument stammt aus dem Jahr 1904 und steht ebenfalls unter Denkmalschutz. Ziel der Gemeinde ist es, einen neuen Eigentümer für die Orgel zu finden, damit sie erhalten werden kann. Um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden, wird die Kirche im Winterhalbjahr beheizt und auf etwa 13 Grad gehalten. Welche weiteren Maßnahmen nötig sind, soll in den kommenden Monaten gemeinsam mit dem Förderverein, dem Kreiskantorat und den Denkmalbehörden geprüft werden. Wartungs- und Untersuchungsarbeiten sowie Arbeiten an der Orgel sind laut Gutachten nach aktuellem Stand weiter verantwortbar.

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Gemeinde setzt auf Markuskirche in Krefeld

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Parallel dazu richtet die Evangelische Kirchengemeinde Krefeld-Süd ihren Blick auf die Markuskirche und das angrenzende Gemeindezentrum. Dort stehen ebenfalls Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten an. Die Kosten werden nach Angaben der Gemeinde auf rund drei Millionen Euro geschätzt. Die vorhandenen Mittel sollen gezielt dort eingesetzt werden, wo auch künftig ein Mittelpunkt des Gemeindelebens gesichert werden kann. Bereits im März 2025 hatte das Presbyterium beschlossen, von einer Sanierung der Lutherkirche abzusehen und das Gebäude stattdessen zum Verkauf anzubieten. Ein Verkauf ist bislang nicht gelungen.

„Die Lutherkirche hat Generationen von Menschen geprägt. Sie ist ein bedeutender Teil der Geschichte unserer Gemeinde und unserer Stadt. Umso schwerer fällt es, die Ergebnisse des Gutachtens zur Kenntnis zu nehmen. Gleichzeitig müssen wir verantwortungsvoll mit den uns anvertrauten Mitteln umgehen und Entscheidungen treffen, die die Zukunft unserer Gemeinde langfristig sichern.“ - Christine Grünhoff, Pfarrerin und Presbyteriumsvorsitzende der Evangelischen Kirchengemeinde Krefeld-Süd.

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