
Linie 041: Handel und Gastronomie wehren sich
DEHOGA Nordrhein und Handelsverband fordern den Erhalt des Zehn-Minuten-Takts der Linie 041 in Krefeld. Am 5. November entscheidet der Stadtrat.
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Krefeld: Verbände fordern Zehn-Minuten-Takt der Linie 041
Der DEHOGA Nordrhein und der Handelsverband NRW Krefeld-Kempen-Viersen sprechen sich gegen eine Ausdünnung des Fahrplans der Straßenbahnlinie 041 aus. Die Stadt überlegt, die Bahn künftig nur noch alle 15 statt alle zehn Minuten fahren zu lassen. Aus sechs Fahrten pro Stunde und Richtung würden damit vier. Die Verbände appellieren an den Stadtrat, bei seiner Entscheidung am 5. November die wirtschaftlichen Folgen zu berücksichtigen.
Krefeld: Was die Verbände befürchten
Längere Wartezeiten könnten nach Einschätzung der Verbände Kunden, Gäste und Beschäftigte abschrecken. Das würde Einzelhandel, Gastronomie, Hotels und die Innenstadt treffen. Der DEHOGA verweist auf die Arbeitszeiten im Gastgewerbe, die oft außerhalb klassischer Bürozeiten liegen. Frühdienste, Spätschichten und Wochenendarbeit gehörten zum Alltag, viele Mitarbeitende seien auf den Nahverkehr angewiesen. Der Handelsverband betont, Kunden entschieden flexibel und Bequemlichkeit sei dabei ein wichtiges Kriterium.
„Ein attraktiver öffentlicher Nahverkehr ist kein Luxus, sondern ein wichtiger Standortfaktor für unsere Stadt“ - Antonios Arabatzis, Vorsitzender des DEHOGA in Krefeld.
Krefeld: Appell an den Stadtrat vor dem 5. November
Die Verbände erkennen die finanziellen Probleme der Stadt ausdrücklich an. Sie fordern aber, andere Sparmöglichkeiten zu suchen, statt das Nahverkehrsangebot zu kürzen. Beide sehen die Diskussion im Zusammenhang mit der Entwicklung der Krefelder Innenstadt. Gastronomie, Hotellerie, Einzelhandel und Kultur profitierten von einer gut erreichbaren City. Der Stadtrat entscheidet am 5. November über die geplante Änderung.