
Leere Rettungswagen: Wer zahlt am Niederrhein?
Leere Rettungswagen kosten Geld. Im Kreis Viersen zahlen teils die Kassen, teils die Städte – andere Kommunen prüfen noch ihre Lösungen.
Veröffentlicht: Dienstag, 30.12.2025 05:23
Kreis Viersen einigt sich mit Krankenkassen
Wer zahlt, wenn ein Rettungswagen nach einem Einsatz leer zurückkommt? In Schwalmtal, Tönisvorst und Niederkrüchten bleibt die Antwort klar: nicht die Bürger.
Der Kreis Viersen als Träger des Rettungsdienstes konnte sich hier mit den Krankenkassen auf neue Gebühren einigen. Die Kosten für sogenannte Leerfahrten übernehmen weiterhin die Krankenkassen.
Nettetal übernimmt Kosten – Willich erhebt Gebühr
Auch für Nettetalerinnen und Nettetaler sieht es gut aus. Dort übernimmt die Stadt Nettetal die entstandenen Kosten, nachdem die Krankenkassen diese nicht mehr zahlen wollen.
In Kempen lief es noch was besser: Die Stadt konnte eine Einigung mit den Krankenkassen erzielen, teilt die Verwaltung mit.
Willich geht einen anderen Weg. Dort wurde eine Leitstellengebühr eingeführt. Diese müssen Patientinnen und Patienten zahlen, wenn es sich um eine Fehlfahrt handelt.
Krefeld und Viersen noch ohne klare Lösung
In Krefeld ist die Lage aktuell noch unklar. Fest steht aber: Die Stadt will die Kosten nicht auf ihre Bürger abwälzen.
Die Stadt Viersen befindet sich weiterhin in Gesprächen mit den Krankenkassen. Eine Entscheidung steht dort noch aus.