
Labormobil prüft heute Brunnenwasser in Viersen
Brunnenbesitzer können ihr Wasser Dienstag (04. August) in Viersen vom VSR-Gewässerschutz untersuchen lassen.
Veröffentlicht: Dienstag, 04.08.2026 06:40
Labormobil kommt nach Viersen
Wer in Viersen einen Gartenbrunnen hat, kann dessen Wasser heute, am Dienstag, 4. August 2026, testen lassen. Das Labormobil des VSR-Gewässerschutzes steht von 11 bis 13 Uhr auf dem Sparkassenvorplatz. Dort nehmen Fachleute Wasserproben von Bürgerinnen und Bürgern entgegen. Nach Angaben des Vereins soll die Aktion helfen, die Qualität des Brunnenwassers besser einschätzen zu können. Gerade im Sommer wird es oft zum Gießen oder zum Befüllen von Planschbecken genutzt. Der Verein wirbt deshalb dafür, Brunnenwasser regelmäßig kontrollieren zu lassen.
Diese Werte werden vor Ort geprüft
Im Labormobil werden nach Angaben des Vereins vor allem Nitrat-, Säure- und Salzgehalt untersucht. Für die Standarduntersuchung wird eine Beteiligung von zwölf Euro fällig. Ein Teil der Ergebnisse liegt laut VSR-Gewässerschutz noch am Infostand vor. Zusätzlich können weitere Parameter gegen eine weitere Kostenbeteiligung geprüft werden. Dann soll auch eine Einschätzung möglich sein, ob das Wasser zum Gemüse gießen oder zum Befüllen von Planschbecken und Teichen geeignet ist. Der Verein weist außerdem darauf hin, dass Brunnenwasser mit Stoffen wie Nitrat, Eisen oder auch Bakterien belastet sein kann.
So nehmen Brunnenbesitzer die Probe
Für die Wasserprobe empfiehlt der VSR-Gewässerschutz eine 0,5-Liter-Kunststoffflasche, zum Beispiel eine leere Mineralwasserflasche. Diese soll zuerst geleert und danach mehrmals mit Brunnenwasser ausgespült werden. Anschließend soll die Flasche bis zum Rand gefüllt werden. Wichtig ist laut Verein, dass Deckel und Flasche innen nicht berührt werden. So soll die Probe möglichst unverfälscht bleiben. Die Fachleute nehmen die Proben dann direkt am Stand entgegen.
Nitratwerte im Kreis Viersen weiter zu hoch
Hintergrund der Aktion sind auch frühere Auswertungen des VSR-Gewässerschutzes in der Region. Demnach überschreiten im Kreis Viersen weiter mehr als 30 Prozent der untersuchten Gartenbrunnen den Nitrat-Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter. Grundlage der Auswertung waren 2.480 Brunnenwasseranalysen aus den Jahren 1996 bis 2025. Schon im März hatte Welle Niederrhein berichtet, dass die Nitratbelastung in vielen Brunnen im Kreis Viersen weiterhin zu hoch ist. Auch Belastungen durch Bakterien können nach Angaben des Vereins eine Rolle spielen, etwa nach Starkregen. In Krefeld sieht die Lage ähnlich aus.