
Kritik an Flüchtlingsgipfel-Ergebnissen
Auch der Niederrhein erwartet in den nächsten Wochen wieder mehr Flüchtlinge aus der Ukraine. Die Kommunen befürchten allerdings, bei der Unterbringung an ihre Belastungsgrenzen zu kommen.
Veröffentlicht: Freitag, 14.10.2022 10:47
Der Flüchtlingsgipfel mit Bundesinnenministerin Faeser diese Woche sei "enttäuschend" gewesen, hat uns Krefelds Stadtdirektor Markus Schön gesagt. Aus dem Kreis Viersen ist jetzt sogar ein Brandbrief an die Bezirksregierung gegangen.
Der Bund will insgesamt 56 Immobilien für die Unterbringung von Geflüchteten bereitstellen - deutschlandweit. Wo und in welchem Zustand die sind, das ist noch völlig offen, sagt Krefelds Stadtdirektor Schön. Auch die Finanzhilfen von Bund und Land sind noch völlig offen. Hier soll es nächsten Monat eine Einigung geben. Im Kreis Viersen ist die Sorge ebenfalls groß, bei der Aufnahme und Versorgung der Geflüchteten an die Belastbarkeitsgrenze zu stoßen. Deshalb wollen der Kreis und die Stadt Krefeld auf privaten Wohnraum setzen. So hofft zum Beispiel Krefeld, 175 neue Bleiben für Geflüchtete anbieten zu können.