
Kreis Viersen verbietet Wasserentnahme ab heute
Im Kreis Viersen gilt ab Freitag ein Wasserentnahme-Verbot. Wegen der anhaltenden Trockenheit darf kein Wasser mehr aus Bächen, Flüssen oder Seen genommen werden.
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Verbot gilt im ganzen Kreis Viersen
Im Kreis Viersen darf ab Freitag, 7. August 2026, kein Wasser mehr aus oberirdischen Gewässern entnommen werden. Das hat die Kreisverwaltung per Allgemeinverfügung festgelegt. Die Regelung gilt zunächst bis zum 31. Oktober 2026. Betroffen sind alle Bäche, Flüsse und Seen im Kreisgebiet. Grund für das Verbot ist die anhaltende Trockenheit und die weiter angespannte Lage an vielen Gewässern.
Auch private Gärten sind von der Regel betroffen
Nach Angaben des Kreises gilt das Verbot nicht nur für größere Wassermengen, zum Beispiel in der Landwirtschaft. Auch kleinere Mengen Wasser für private Gärten dürfen nicht mehr aus Oberflächengewässern entnommen werden. Wer also Wasser aus einem Bach, Fluss oder See abpumpen möchte, darf das aktuell nicht mehr. Ausnahmen gibt es nur in bestimmten Fällen. Erlaubt bleiben zum Beispiel das Tränken von Vieh und das Schöpfen mit Handgefäßen.
Kreis Viersen warnt vor Schäden an Gewässern
Der Kreis Viersen begründet die Maßnahme mit sehr niedrigen Wasserständen in vielen Gewässern. Laut Verwaltung haben sich die Bestände in den vergangenen trockenen Jahren nicht ausreichend erholt. Auch das niederschlagsreiche Jahr 2024 habe daran nicht genug geändert. Seit Juli 2026 seien die Niederschläge erneut ausgeblieben. Dadurch sinken laut Kreis sowohl die Wasserstände in Seen und Bächen als auch die Werte an den Grundwasser-Messstellen weiter.
Verstöße können teuer werden
Die Einhaltung des Verbots wird vom Kreis Viersen überwacht. Wer sich nicht an die Allgemeinverfügung hält, muss mit einem Bußgeld rechnen. Laut Kreis kann das im Einzelfall bis zu 50.000 Euro betragen. Ein generelles Gießverbot gibt es im Kreis Viersen aktuell aber nicht. Das hat eine Anfrage von Welle Niederrhein bei den Kommunen ergeben.
Situation an einzelnen Gewässern bleibt angespannt
Besonders deutlich zeigt sich die Lage laut Kreis im Bereich des Poelvenns. Dort ist die Nette nach Angaben der Verwaltung bereits trockengefallen. Der Kreis warnt davor, dass die Tier- und Pflanzenwelt in den Gewässern dauerhaft geschädigt werden könnte. Deshalb appelliert die Verwaltung auch an Bürgerinnen und Bürger, Wasser sparsam zu nutzen. Rasensprenger sollten möglichst nicht zwischen 10 und 19 Uhr eingesetzt werden, weil in dieser Zeit besonders viel Wasser verdunstet.