
Kreis Viersen und Niederlande verstärken Polizeiarbeit
Die Polizei im Kreis Viersen will mit den Niederlanden noch enger zusammenarbeiten. Im Grenzgebiet sollen gemeinsame Streifenteams verstärkt im Einsatz sein.
Veröffentlicht: Freitag, 03.07.2026 08:35
Neue Vereinbarung für Grenzgebiet bei Viersen
Die Polizei im Kreis Viersen will gemeinsam mit niederländischen Behörden noch enger gegen grenzüberschreitende Kriminalität vorgehen. Dafür ist in Zevenaar in den Niederlanden jetzt eine neue offizielle Vereinbarung unterzeichnet worden. Beteiligt sind unter anderem die Kreispolizeibehörden Viersen und Kleve, die Bundespolizei sowie mehrere niederländische Polizeibehörden. Im Mittelpunkt stehen gemeinsame Streifen im Grenzgebiet zwischen Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden. Nach Angaben der Beteiligten soll die Zusammenarbeit damit weiter gestärkt und verbindlicher geregelt werden.
Gemeinsame Streifen gegen Kriminalität
Konkret geht es um sogenannte Grenzüberschreitende Polizeiteams, kurz GPT. Diese Teams sind gemischt besetzt, also in der Regel mit einem deutschen und einem niederländischen Polizeibeamten. So kann auf beiden Seiten der Grenze direkt gehandelt werden, weil immer ein Beamter mit den jeweiligen hoheitlichen Rechten im eigenen Land dabei ist. Die Aufgaben der Teams umfassen nach Angaben der Polizei unter anderem die Bekämpfung von Schleusungskriminalität, Menschenhandel und Rauschgiftkriminalität. Auch Eigentums-, Vermögens- sowie Aufenthalts- und Urkundenkriminalität gehören zum Einsatzbereich.
Zusammenarbeit im Kreis Viersen bewährt sich
Nach Angaben der Polizei hat sich die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren bereits bewährt. Für die Region relevant ist dabei vor allem das Team Venlo-Kaldenkirchen, das im Grenzraum bei Nettetal unterwegs ist. Als großer Vorteil gilt der direkte Austausch von Informationen, etwa zu aktuellen Personen- und Fahrzeugfahndungen. Die Beteiligten sprechen von kurzen Wegen und einer engeren Abstimmung im Einsatz. Mit der neuen Vereinbarung soll dieses Modell nun auf eine noch festere Grundlage gestellt werden.
Grenzregion soll sicherer werden
Die Behörden sehen in der engeren Kooperation einen wichtigen Baustein für mehr Sicherheit in der Grenzregion. Gerade in einem Gebiet mit viel Verkehr und engem Austausch zwischen Deutschland und den Niederlanden spiele die Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg eine große Rolle. Nach Angaben der Bundespolizei gibt es solche gemeinsamen Streifen in Nordrhein-Westfalen bereits seit mehr als 15 Jahren. Die jetzt vereinbarten Standards sollen nach Möglichkeit auch auf weitere Abschnitte der NRW-Grenze übertragen werden. Für den Kreis Viersen bedeutet das vor allem eine engere Zusammenarbeit mit Blick auf Kriminalität, die nicht an Landesgrenzen haltmacht.