
Krefelds Haushaltsloch wächst deutlich weiter
Krefeld rechnet 2025 mit einem Defizit von rund 170 Millionen Euro. Höhere Kosten und geringere Einnahmen verschärfen die angespannte Haushaltslage.
Veröffentlicht: Donnerstag, 23.04.2026 04:21
Krefeld: Defizit fällt höher aus als geplant
Die finanzielle Lage der Stadt Krefeld bleibt angespannt. Für das Haushaltsjahr 2025 rechnet die Verwaltung aktuell mit einem Minus von rund 170 Millionen Euro einschließlich Überträgen aus 2024. Für das Jahr 2025 allein liegt das erwartete Defizit bei gut 151 Millionen Euro. Damit fällt das Minus deutlich höher aus als ursprünglich geplant. Thema ist die Entwicklung am Donnerstag (23. April) im Finanzausschuss.
Gründe für das Minus in Krefeld
Nach Angaben der Stadt gibt es mehrere Ursachen für die schlechtere Finanzlage. Vor allem die Ausgaben für Personal, Versorgung und Hilfen zur Erziehung sind gestiegen. Gleichzeitig nimmt die Stadt in einigen Bereichen weniger Geld ein. Genannt werden dabei unter anderem geringere Steuereinnahmen und niedrigere Schlüsselzuweisungen. Einzelne Entlastungen in anderen Bereichen reichen insgesamt nicht aus, um diese Entwicklung auszugleichen.
Stadt Krefeld reagiert mit Sparmaßnahmen
Die Stadt hat bereits erste Sparmaßnahmen eingeleitet. Dazu gehören strengere Ausgabenkontrollen in der Verwaltung. Außerdem gilt eine Wiederbesetzungssperre, freiwerdende Stellen sollen also in vielen Fällen nicht neu besetzt werden. Hinzu kommt der Abbau von rund 100 Stellen mit sogenanntem kw-Vermerk. Das bedeutet, dass diese Stellen künftig wegfallen sollen.
Kommunale Möglichkeiten bleiben begrenzt
Nach Darstellung der Verwaltung sind die Möglichkeiten der Stadt, kurzfristig gegenzusteuern, begrenzt. Der Stadtkämmerer verweist in diesem Zusammenhang auf eine strukturelle Unterfinanzierung der Kommunen. Das bedeutet, dass Städte und Gemeinden dauerhaft zu wenig Geld für ihre Aufgaben zur Verfügung haben. Vor diesem Hintergrund bekommt die Beratung im Finanzausschuss zusätzliches Gewicht. Dort geht es auch darum, wie Krefeld mit der angespannten Haushaltslage weiter umgeht.