
Krefelder wegen Schleusung und Menschenraub vor Gericht
Ein Krefelder soll einer Schleuserbande aus Libyen angehört haben - deswegen steht er am Mittwoch (26.07.) vor dem Landgericht Düsseldorf.
Veröffentlicht: Mittwoch, 26.07.2023 04:50
Dem 31-jährigen werden erpresserischer Menschenraub und bandenmäßige Schleusung vorgeworfen. Am Mittwoch könnte in dem Prozess ein Urteil fallen. Zwischen 2013 und 2015 sollen aus Eritrea geflüchtete Menschen von dieser Bande in Libyen gefangen genommen worden sein, so das Landgericht Düsseldorf. Die Bande soll sie dann gezwungen haben, für die Überfahrt nach Italien bis zu 3.000 Euro bei Angehörigen in Deutschland zu besorgen - wer das nicht zahlen konnte, sollte getötet werden. Der Angeklagte soll das Geld hier einkassiert und es dann an die Drahtzieher in Libyen weitergeleitet haben. Das hat der Krefelder schon zugegeben - außerdem hat er gestanden, dafür knapp fünf Prozent Provision bekommen zu haben. Allerdings will er demnach von der Not und dem Elend seiner Landsleute in Libyen nichts gewusst haben.