Krefeld und Kreis Viersen wieder im Lockdown

Bis zum 10. Januar 2021 gibt es einen harten Lockdown in ganz Deutschland. Das haben Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Bundesländer beschlossen. Was für uns am Niederrhein gilt, fassen wir Euch hier zusammen!

Wir aktualisieren diesen Artikel fortlaufend!

Für die Bundeskanzlerin und die Länderchefs und -Chefinnen ist klar: Das öffentliche Leben muss so schnell wie möglich runtergefahren werden, um die Ansteckungen zu minimieren und die Pandemie in den Griff zu bekommen. Daher hat man sich nun für eine bundesweite Linie entschieden und wird diese gemeinsam durchsetzen.


Deutschland steuert auf eine "gesundheitliche Notlage" zu, daher sei es wichtig nun diese Maßnahmen zu treffen, so Ministerpräsident Armin Laschet. Am Sonntagmittag hat we für das Land NRW die Ergebnisse der Bund-Länder-Konferenz präsentiert und folgende Maßnahmen für NRW festgelegt.

Harter Lockdown ab dem 16. Dezember

Ab dem kommenden Mittwoch, 16. Dezember muss der Einzelhandel schließen, auch Baumärkte müssen schließen. Ebenso dürfen "Dienstleistungen im Körperpflegebereich" wie Friseure, Barbiere, Kosmetikstudios etc. nicht öffnen. Die Gastronomie bleibt geschlossen. Nur Take-Away ist nach wie vor möglich.



Geöffnet bleiben dürfen:

  • Supermärkte
  • Drogerien
  • Wochenmärkte für Lebensmittel
  • Direktvermarkter von Lebensmitteln
  • Apotheken
  • Abhol- und Lieferdienste
  • Getränkemärkte
  • Reformhäuser
  • Babyfachmärkte
  • Sanitätshäuser
  • Optiker
  • Hörgeräteakustiker
  • Tankstellen
  • Kfz-Werkstätten
  • Fahrradwerkstätten
  • Banken und Sparkassen
  • Medizinisch notwendige Behandlungen wie Physio-, Ergo- und Logotherapie
  • Weihnachtsbaumverkäufe
  • Poststellen


Zudem gibt es ein Verbot für den Verkauf von Pyrotechnik. Der harte Lockdown wird erstmal bis zum 10. Januar gelten.

Kontaktbeschränkungen über Weihnachten und Silvester

"Weihnachten und Silvester dürfen nicht zu Superspreaderevents werden", so NRW-Ministerpräsident Armin Laschet.


Aktuell gilt: Maximal fünf Personen aus zwei Haushalten dürfen sich treffen.

Ausschließlich für die Weihnachtstage (24. - 26. Dezember) gilt: Treffen im engsten Familienkreis sind erlaubt. Das bedeutet: Vier Personen über den eigenen Hausstand hinaus, sind zulässig.


Kinder "zählen erst ab 14 Jahre". Erlaubt sind Personen aus dem engsten Familienkreis. Gemeint sind damit "Ehegatten, Lebenspartner und Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft sowie Verwandte in gerader Linie, Geschwister, Geschwisterkinder und deren jeweiligen Haushaltsangehörige"

Dabei spielt es dann auch keine Rolle, dass mehr als zwei Hausstände oder fünf Personen über 14 Jahre zusammen sind.


Regeln für Silvester

Die Ausnahmen für Weihnachten gelten NICHT für Silvester.


Dafür gilt ein Versammlungsverbot an öffentlichen Plätzen und ein Feuerwerksverbot.

Schulen und Kitas

Kitas und Schulen sollen zum Großteil ganz geschlossen oder nur noch eingeschränkt betrieben werden dürfen. Ab kommenden Montag ist die Präsenzpflicht an den Schulen in NRW aufgehoben - für die Klassen 1-7. Eltern sind aber aufgerufen, die Kinder möglichst nicht zur Schule zu bringen. Ab der Klasse 8 sollen die Kinder nicht mehr in die Schule gehen und mit entsprechenden Aufgaben für zuhause "versorgt" werden.


Kitas bleiben offen - aber die NRW-Landesregierung appelliert an alle Eltern, die Betreuung nicht in Anspruch zu nehmen, sofern sie nicht unbedingt darauf angewiesen sind.


ArbeitgeberInnen werden aufgerufen eine Ruhepause in Ihren Betrieben zu ermöglichen. Durch Betriebsferien oder großzügige Home-Office-Regelungen.

Alkoholverbot im öffentlichen Raum

Im öffentlichen Raum gibt es ein Alkoholverbot. So sollen beispielsweise "Glühwein-Wanderungen" durch die Innenstädte unterbunden werden.


Gottesdienste

Der Bund erlaubt Gottesdienste, aber nur unter sehr strengen Auflagen. Maskenpflicht, Gesangsverbot und vor allem Mindestabstand. Der klassische Christmetten-Besuch wird für viele in diesem Jahr wohl eher nicht möglich werden. In NRW werden dazu noch Gespräche mit den Kirchen geführt. Man will zu einer verantwortungsvollen Lösung kommen, so Laschet.

Reisen

Von Reisen jeglicher Art rät die Bundesregierung und auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet ab. Nicht notwendige touristische Reisen - ob innerdeutsch oder nicht - seien aktuell stark zu überdenken.


Die Hotels sollen keine Gäste beherbergen können.

Senioren- und Pflegeheime

"Wir dürfen die alten Menschen der Gesellschaft nicht allein lassen", so der Ministerpräsident. Daher hat man sich auf Regeln für die Senioren- und Pflegeheime verständigt:


  • Personal soll mehrmals wöchentlich getestet werden
  • Das Personal muss FFP-2 Masken tragen
  • Besucher in Hotspot-Regionen müssen einen Negativ-Test vorweisen, der nicht älter als 24 Stunden alt ist.

Hilfspakete

Der Bund will Hilfspakete zur Verfügung stellen. Diese sollen auch für den Dezember gelten. Für NRW-Ministerpräsident sind die Wirtschaftshilfen angemessen, hieß es in der Pressekonferenz am Sonntagmittag.