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Krefeld und Kreis Viersen: Frauenanteil bleibt niedrig
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Krefeld und Kreis Viersen: Frauenanteil bleibt niedrig

Frauen sind in Krefeld und im Kreis Viersen in der Kommunalpolitik weiter unterrepräsentiert. Das zeigen aktuelle Zahlen von Stadt und Kreis.

Veröffentlicht: Montag, 18.05.2026 03:54

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Aktuelle Zahlen aus Krefeld und dem Kreis Viersen

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Frauen sind in der Kommunalpolitik in Krefeld und im Kreis Viersen weiterhin seltener vertreten als Männer. Nach Angaben von Stadt und Kreis liegt der Frauenanteil im Kreistag Viersen aktuell bei 36 Prozent. Im Krefelder Stadtrat kommen Frauen auf rund 31 Prozent. Nach der Kommunalwahl 2025 ist der Anteil in einzelnen Städten zwar gestiegen. Ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Frauen und Männern gibt es in den politischen Gremien aber weiter nicht.

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Große Unterschiede zwischen den Kommunen

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Besonders niedrig ist der Frauenanteil in Brüggen und Kempen. In Brüggen liegt er aktuell bei 22,2 Prozent, in Kempen bei 20,8 Prozent. Den höchsten Wert im Kreis Viersen hat Nettetal mit 40,4 Prozent. Auch in Niederkrüchten ist der Anteil im Vergleich zur vorherigen Wahlperiode deutlich gestiegen, von 14,3 auf 24,4 Prozent. In anderen Kommunen zeigt sich dagegen kaum Bewegung oder sogar ein Rückgang, zum Beispiel in Willich und Kempen.

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Frauen in Krefeld oft in bestimmten Ausschüssen

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In Krefeld zeigt sich außerdem ein Unterschied bei der Verteilung auf die politischen Ausschüsse. Frauen sind dort vor allem in Bereichen wie Jugend, Familie, Soziales oder Kultur stärker vertreten. In Ausschüssen zu Finanzen, Planung, Verwaltung oder Sport sind sie dagegen deutlich seltener. Die Stadt sieht dafür mehrere Gründe. Genannt werden unter anderem die schwierige Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Ehrenamt sowie männlich geprägte Parteistrukturen.

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Gleichstellungsbeauftragte ziehen Bilanz

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Der Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Viersen hat jetzt eine Bilanz zum Programm „Frau macht Politik“ gezogen. Ziel des Programms war es, Frauen für kommunalpolitisches Engagement zu gewinnen und den Zugang zur Politik zu erleichtern. Dafür gab es in den vergangenen zwei Jahren unter anderem eine Fahrt in den Landtag, Gesprächsformate und politische Themenabende. Nach Einschätzung der Gleichstellungsbeauftragten ist das Interesse von Frauen an politischem Engagement grundsätzlich da. Gleichzeitig zeige sich aber immer wieder, dass viele Interessentinnen vor einer Parteimitgliedschaft zurückschrecken.

„Ein ausgewogener Anteil von Frauen in politischen Gremien stärkt unsere Demokratie“ - Gleichstellungsbeauftragte im Kreis Viersen.

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Stadt Krefeld nennt strukturelle Hürden

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Auch die Stadt Krefeld verweist auf strukturelle Hindernisse. Kommunalpolitische Mandate seien ehrenamtlich und sehr zeitaufwendig. Gerade für Frauen sei es oft schwer, politische Arbeit mit Beruf und Familienaufgaben zu verbinden. Sitzungstermine am Abend und ohne feste Dauer erschwerten die Planbarkeit zusätzlich. Konkrete neue Maßnahmen hat die Stadt nach eigenen Angaben aktuell noch nicht angekündigt. Durch die unterzeichnete europäische Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene soll das Thema politische Teilhabe aber weiter im Blick bleiben.

„Wir können Türen öffnen. Hindurchgehen müssen die Frauen selbst." - Gleichstellungsbeauftragte im Kreis Viersen.

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