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Krefeld stimmt mit 64,41 Prozent für Olympia
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Krefeld stimmt mit 64,41 Prozent für Olympia

Krefeld hat bei der Olympia-Bewerbung für Rhein-Ruhr deutlich zugestimmt. 64,41 Prozent der Abstimmenden wollen Olympische und Paralympische Spiele in der Stadt.

Veröffentlicht: Montag, 20.04.2026 04:14

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Krefeld stimmt für Olympia-Bewerbung

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Krefeld hat sich mit einer klaren Mehrheit für eine Beteiligung an der Olympia-Bewerbung der Region Rhein-Ruhr ausgesprochen. Nach dem vorläufigen Endergebnis stimmten 64,41 Prozent der Bürgerinnen und Bürger dafür, 35,59 Prozent dagegen. Die Abstimmung bezog sich auf eine mögliche Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044. Das Ergebnis stand am Sonntagabend im Rathaus fest. Nach Angaben der Stadt wurden in Krefeld 48.639 Stimmen ausgezählt.

„Die Krefelderinnen und Krefelder haben entschieden: Sie möchten Olympische und Paralympische Spiele in ihrer Stadt und in der Region erleben“ - Frank Meyer, Oberbürgermeister der Stadt Krefeld.

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Wahlbeteiligung und Ergebnis in Krefeld

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Die Wahlbeteiligung beim ersten Ratsbürgerentscheid in der Geschichte der Stadt lag bei 27,73 Prozent. Nach Angaben der Stadt wurde auch das notwendige Quorum klar erreicht. Dafür musste die Zahl der Ja-Stimmen mindestens zehn Prozent der Wahlberechtigten ausmachen. Am Ende entfielen 31.258 Stimmen auf das Ja-Lager. Rund 400 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer waren laut Stadt im Berufskolleg Vera Beckers im Einsatz, um die Stimmen auszuzählen. Das Endergebnis stand gegen 20.50 Uhr fest.

„Das klare Ja der Menschen zu Olympischen und Paralympischen Spielen in Krefeld macht mich froh und ein bisschen stolz“ - Frank Meyer, Oberbürgermeister der Stadt Krefeld.

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Rhein-Ruhr-Bewerbung mit Rückenwind aus der Region

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Nicht nur in Krefeld fiel das Votum positiv aus. Nach Angaben der Stadt gab es auch in den anderen beteiligten Kommunen überwiegend Zustimmung. Nur Herten verfehlte das notwendige Quorum. In insgesamt 17 Städten der Region Rhein-Ruhr waren rund vier Millionen Menschen zur Abstimmung aufgerufen. Die Landesregierung und die beteiligten Kommunen werben seit Januar mit der Kampagne „Unsere Städte. Unsere Spiele“ für die Bewerbung. Mit Köln als sogenannter führender Stadt soll die Region nun im weiteren Verfahren antreten.

„Diese breite Zustimmung der Bevölkerung kann für uns zum echten Pfund werden“ - Markus Schön, Stadtdirektor und Sportdezernent der Stadt Krefeld.

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Diese Rolle könnte Krefeld bei Olympia spielen

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Sollte die Bewerbung der Region später erfolgreich sein, könnte Krefeld Austragungsort für Taekwondo und Rollstuhlrugby werden. Vorgesehen ist dafür die Yayla-Arena. Nach Angaben der Stadt setzt das Konzept der Rhein-Ruhr-Bewerbung auf bestehende und temporäre Sportstätten sowie auf kurze Wege innerhalb der Region. Außerdem verweist die Bewerbung auf Nachhaltigkeit und auf eine hohe Zahl möglicher Zuschauer in der Metropolregion. Ob sich Rhein-Ruhr gegen die Mitbewerber Berlin, Hamburg und München durchsetzt, soll Ende September entschieden werden. Dann legt der Deutsche Olympische Sportbund fest, welche deutsche Bewerbung international ins Rennen geht.

„Wir würden erleben, wie in unserer Stadt olympische Medaillen vergeben werden - das ist eine großartige Vorstellung“ - Oliver Klostermann, Leiter des Fachbereichs Sport und Sportförderung.

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