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Krefeld ringt mit historisch schlechtem Haushalt
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Krefeld ringt mit historisch schlechtem Haushalt

Krefeld steht vor einem historischen Haushaltsminus. Der Entwurf für 2026 sieht ein Defizit von rund 85 Millionen Euro vor.

Veröffentlicht: Donnerstag, 30.04.2026 04:09

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Krefeld: Haushaltsentwurf mit hohem Defizit

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Die Finanzlage der Stadt Krefeld ist so angespannt wie offenbar noch nie. Die Stadtverwaltung hat dem Rat den Haushaltsplanentwurf für 2026 vorgestellt. Schon im aktuellen Jahr rechnet die Stadt mit einem Minus von rund 85 Millionen Euro. Bis 2029 könnte das Defizit nach Angaben der Verwaltung auf etwa 118 Millionen Euro anwachsen. Kämmerer Ulrich Cyprian und Oberbürgermeister Frank Meyer sprechen von einer historischen Herausforderung. Der Rat berät jetzt über den Entwurf, verabschiedet werden soll er nach aktuellem Stand bestenfalls am 9. Juli.

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Was die Stadt Krefeld jetzt plant

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Für das laufende Jahr plant die Stadt mit einem sogenannten Verlustvortrag. Das bedeutet: Das aktuelle Minus wird in die kommenden Haushaltsjahre mitgenommen. Nach Angaben der Verwaltung soll so Zeit gewonnen werden, um ab 2027 an einer Haushaltssicherung zu arbeiten. Schon jetzt schaut die Stadt nach eigenen Angaben sehr genau auf ihre Ausgaben. Stellen in der Verwaltung sollen teilweise nicht nachbesetzt werden. Gleichzeitig werden weitere Sparmaßnahmen diskutiert.

„Mit einem derart schlechten Ergebnis seien Maßnahmen dringend nötig.“ - Ulrich Cyprian, Kämmerer

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Welche Sparmaßnahmen in Krefeld im Gespräch sind

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Diskutiert werden nach den vorliegenden Informationen unter anderem Einsparungen bei Förderprogrammen. Außerdem könnten Gebühren oder Eintrittspreise steigen. Steuererhöhungen soll es dagegen nicht geben. Trotz der schwierigen Lage will die Stadt weiter investieren, unter anderem in Schulen und Infrastruktur. Damit macht die Verwaltung deutlich, dass wichtige Projekte nicht grundsätzlich gestoppt werden sollen. Wie weit die Sparmaßnahmen am Ende reichen, muss nun in den politischen Beratungen entschieden werden.

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Warum Hilfe für Krefeld wichtig sein könnte

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Nach Einschätzung der Stadt kann Krefeld den Haushalt nicht ohne Unterstützung von Land und Bund ausgleichen. Die Verwaltung verweist damit auch auf die grundsätzliche finanzielle Belastung vieler Kommunen. Für Krefeld geht es nun darum, den Haushalt zunächst zu stabilisieren und anschließend zu konsolidieren. Der vorgestellte Entwurf ist dafür die Grundlage. Die kommenden Wochen dürften deshalb von intensiven Beratungen im Rat geprägt sein. Eine Entscheidung wird nach aktuellem Stand für den 9. Juli angestrebt.

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