
Krefeld: Rheinpegel sinkt: Druck auf Bund wächst
Der Rhein führt in der Region extrem wenig Wasser. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer fordert deshalb Geld für den Ausbau der Fahrrinne.
Veröffentlicht: Montag, 03.08.2026 05:52
Rheinpegel in Krefeld und Düsseldorf sehr niedrig
Der Rhein führt in unserer Region aktuell so wenig Wasser wie selten zuvor. Das hat direkte Folgen für die Schifffahrt zwischen Krefeld und Düsseldorf. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer fordert deshalb vom Bund mehr Geld für den Ausbau der Fahrrinne. Nach seinen Angaben könnte der nächste Bauabschnitt bereits starten. Die Bundesmittel seien dafür aber gestrichen worden. Ursache für die Lage ist die anhaltende Trockenheit.
Ausbau der Fahrrinne soll Schiffe entlasten
Die Fahrrinne soll dafür sorgen, dass Schiffe auch bei Niedrigwasser mehr Ladung transportieren können. Ziel ist es, den Schiffsverkehr auf dem Rhein auch bei sehr niedrigen Pegeln verlässlicher zu machen. Nach Krischers Angaben ist der zweite Abschnitt zwischen Krefeld und Düsseldorf baureif. Für den Ausbau sollen unter anderem große Steine entfernt werden, die in die Fahrrinne ragen. Der erste Abschnitt zwischen Duisburg und Krefeld ist demnach bereits umgesetzt. Für den Bereich zwischen Düsseldorf und Köln laufen weitere Planungen.
Minister fordert Geld und bundesweite Taskforce
Oliver Krischer verlangt vom Bund, die gestrichenen Mittel kurzfristig wieder bereitzustellen. Außerdem fordert er eine bundesweite Taskforce, um die Folgen des Niedrigwassers für den Schiffsverkehr abzumildern. Hintergrund ist die angespannte Lage auf dem Rhein. Laut deinem Text lag der Pegel an der Messstation Duisburg-Ruhrort zuletzt bei 149 Zentimetern. In Düsseldorf wurden 24 Zentimeter genannt. In der längeren Fassung ist zudem von historischen Tiefständen die Rede. Dort wird erklärt, dass viele Frachtschiffe nicht mehr voll beladen fahren können.
Trockenheit verschärft die Lage am Rhein
Als Hauptursache gilt die lange Trockenheit der vergangenen Wochen und Monate. Weil Regen fehlt, führen Rhein und andere Flüsse deutlich weniger Wasser. Das trifft nicht nur die Schifffahrt, sondern kann auch Lieferketten und Transporte belasten. Schon jetzt zeigt sich das auch am Niederrhein. Im Krefelder Hafen wirkt sich das Niedrigwasser bereits auf die Beladung von Schiffen aus. Transporte müssen dort teils anders organisiert werden.