
Krefeld plant Telenotarzt für Rettungsdienst
Krefeld plant ein Telenotarzt-System für den Rettungsdienst. Die digitale Notarzt-Hilfe soll in einer Zentrale in Krefeld koordiniert werden.
Veröffentlicht: Mittwoch, 24.06.2026 12:30
Krefeld berät über Telenotarzt-System
Krefeld will den Rettungsdienst künftig digital unterstützen. Thema ist das am Mittwochabend (24. Juni) im Ordnungsausschuss. Geplant ist ein sogenanntes Telenotarzt-System gemeinsam mit den Städten Duisburg und Mönchengladbach sowie den Kreisen Kleve, Viersen und Wesel. Nach den Ausschussunterlagen soll die Zentrale in Krefeld eingerichtet werden. Anfang Juli soll der Krefelder Rat die Umsetzung voraussichtlich beschließen.
So funktioniert die digitale Notarzt-Hilfe
Bei dem System können Rettungskräfte bei Einsätzen per Video einen Notarzt aus einer Leitstelle dazuschalten. Der Arzt muss dann nicht bei jedem Einsatz direkt vor Ort sein. Stattdessen werden ihm die Vitaldaten eines Patienten in Echtzeit übermittelt. So kann er die Einsatzkräfte unmittelbar unterstützen und medizinische Einschätzungen geben. Für die Rettungskräfte vor Ort soll das zusätzliche Unterstützung bei bestimmten Einsätzen bringen.
Krefeld soll zentrale Rolle übernehmen
Nach den vorliegenden Informationen soll die gemeinsame Telenotarzt-Zentrale in Krefeld aufgebaut werden. Die Stadt würde damit eine wichtige Rolle in dem überregionalen Projekt übernehmen. Beteiligt sind neben Krefeld mehrere Städte und Kreise aus der Region. Das Modell setzt auf eine enge Zusammenarbeit über Stadt- und Kreisgrenzen hinweg. Ziel ist es, den Rettungsdienst technisch zu ergänzen und Abläufe zu unterstützen.
Kosten sollen über Gebühren finanziert werden
Die laufenden Kosten liegen laut Ausschussunterlagen bei rund einer Million Euro pro Jahr. Diese Summe soll vollständig über Rettungsdienstgebühren von den Krankenkassen finanziert werden.