
Krefeld: Obdachloser bedroht Frau mit Thermometer
Polizeieinsatz in Krefeld: Ein Obdachloser bedrohte am Deutschen Ring eine Frau mit einer vermeintlichen Waffe. Später entpuppte sich das Objekt als Thermometer.
Veröffentlicht: Freitag, 20.03.2026 10:36
Unter einer Eisenbahnbrücke am Deutschen Ring in Krefeld ist es am Donnerstagabend (19.3.) zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen. Nach Angaben der Polizei saß dort gegen 22:30 Uhr ein obdachloser Mann im Dunkeln auf einer Matratze. Eine 19-jährige Passantin soll gesehen haben, wie der Mann scheinbar mit einer Pistole auf sie zielte. Die junge Frau flüchtete laut Polizei sofort und rief den Notruf. Verletzt wurde nach bisherigen Informationen niemand.
Polizei sperrt Bereich kurzzeitig ab
Als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, hielt der Mann seine Hände laut Polizei zunächst unter einer Decke verborgen. Die Beamten forderten ihn unter Vorhalt ihrer Schusswaffen auf, die Hände zu zeigen. Dabei soll der Mann einen waffenähnlichen Gegenstand unter der Decke hervorgezogen und in zielender Haltung auf die Polizisten gerichtet haben. Der Bereich am Deutschen Ring unter der Brücke wurde daraufhin kurzzeitig gesperrt. Der Mann kam der Aufforderung, den Gegenstand fallenzulassen, nach Polizeiangaben zunächst nicht nach.
Gegenstand war ein Fieberthermometer
Kurz darauf verbarg der Mann den Gegenstand wieder unter der Decke. Die Polizisten näherten sich dann so weit, dass sie ihn sichern konnten. Wie sich herausstellte, handelte es sich nicht um eine Schusswaffe, sondern um ein elektronisches Fieberthermometer. Nach Angaben der Polizei hatte der Mann das Gerät an der kurzen Mess-Spitze gehalten, sodass der längere Griff wie der Lauf einer Pistole wirkte. Außerdem habe ein silbern glänzender Aufkleber im Licht der Taschenlampen wie eine Waffenmündung ausgesehen.
Mann in Gewahrsam genommen
Der 44-Jährige wurde laut Polizei über Nacht in Gewahrsam genommen. Das Thermometer wurde entsorgt. Gegen den Mann wurde eine Strafanzeige wegen Bedrohung gefertigt. Der Einsatz ging damit nach Polizeiangaben noch einmal glimpflich aus.