
Krefeld: IHK kritisiert Haushaltsplan 2026
Die IHK kritisiert den Krefelder Haushaltsplan 2026. Sie warnt vor hohen Defiziten und fordert ein Konzept zur Stabilisierung.
Veröffentlicht: Donnerstag, 25.06.2026 12:05
Die Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein kritisiert den Haushaltsplan-Entwurf der Stadt Krefeld für 2026 deutlich. In einer Stellungnahme schreibt die Kammer, die Finanzlage der Stadt sei nicht mehr tragfähig. Aus Sicht der IHK brauche Krefeld deshalb ein umfassendes Konzept zur Stabilisierung. Grundlage für die Bewertung ist ein Gutachten eines Finanzwissenschaftlers. Demnach wird für 2026 ein Defizit von rund 86 Millionen Euro erwartet.
Hohe Defizite im Krefelder Haushalt erwartet
Nach dem Gutachten könnten die finanziellen Probleme in den kommenden Jahren noch größer werden. Für die Jahre bis 2029 werden demnach Fehlbeträge in dreistelliger Millionenhöhe erwartet. Die IHK fordert deshalb, mit dem nächsten Haushalt ein umfassendes Haushaltssicherungskonzept aufzustellen. Ein Haushaltssicherungskonzept ist ein Plan, mit dem eine Kommune ihre Finanzen wieder stabilisieren soll. Dabei sollen aus Sicht der Kammer alle Ausgabenbereiche geprüft werden.
IHK lehnt Steuererhöhungen in Krefeld ab
Steuererhöhungen lehnt die IHK als Lösung für die Krefelder Haushaltsprobleme ab. Stattdessen setzt die Kammer auf Wirtschaftswachstum, neue Gewerbeflächen und eine effizientere Verwaltung. Ziel müsse es sein, die strukturelle Finanzierungslücke zu schließen. Gleichzeitig betonen IHK und Gutachter, dass auch Bund und Land zur Entlastung der Kommunalfinanzen beitragen müssten.