
Krefeld: Großbrand gelöscht - Bahnverkehr eingeschränkt
Der kilometerlange Böschungsbrand zwischen Krefeld und Neuss ist gelöscht. Pendler müssen am Donnerstagmorgen (13.08.) weiter mit Einschränkungen rechnen. Versteckte Glutnester sorgten für erneuten Feuerwehreinsatz am Donnerstagvormittag
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Der großflächige Böschungs- und Vegetationsbrand entlang der Bahnstrecke zwischen Krefeld und Neuss ist gelöscht. Feuerwehren aus mehreren Städten und Kreisen waren am Mittwoch (12.08.) über Stunden im Einsatz. Verletzt wurde niemand. Das Feuer erstreckte sich entlang der Strecke auf einer Länge von rund zwei Kilometern. Allein die Feuerwehr Krefeld arbeitete insgesamt zwölf verschiedene Einsatzstellen ab. Die große Trockenheit begünstigte die Ausbreitung, außerdem entzündeten sich bereits gelöschte Bereiche teilweise erneut. Ein Übergreifen auf angrenzende Wälder, Felder und Wohngebiete konnte verhindert werden.
An der Stadtgrenze hat es am Vormittag (13.08) erneut gebrannt, ausgelöst durch versteckte Glutnester. Die Feuerwehren aus Krefeld und Meerbusch konnten einen erneuten Vollbrand aber verhindern.
Bahnverkehr am Morgen weiter beeinträchtigt
Für Pendler hat der Brand auch am Donnerstagmorgen noch Folgen. Laut Zuginfo.NRW soll es voraussichtlich am Morgen/Vormittag zu Ausfällen und Verspätungen kommen. Betroffen sind die Linien RE7, RE10 und RB37. Hier bekommt ihr aktuelle Infos dazu. Das Feuer hatte auch Teile der Bahninfrastruktur beschädigt. Unter anderem wurden Kabelkästen entlang der Strecke in Mitleidenschaft gezogen.
Zug mit rund 120 Fahrgästen evakuiert
Wegen der Brände musste der Bahnverkehr am Mittwochnachmittag unterbrochen werden. Ein Personenzug mit rund 120 Fahrgästen blieb im Stadtgebiet Kaarst stehen. Nach Angaben der Feuerwehr Meerbusch bestand für den Zug zu keiner Zeit eine Gefahr. Die Feuerwehr Kaarst übernahm die Evakuierung der Fahrgäste. Die Löscharbeiten waren auch wegen der Größe des Einsatzgebietes aufwendig. In Meerbusch waren alle acht Einheiten der Feuerwehr im Vollalarm. Wegen eines Wasserrohrbruchs in Bösinghoven wurde zusätzlich ein Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Dormagen zur Wasserversorgung angefordert. Bei der Erkundung half unter anderem eine Drohneneinheit der Feuerwehr Neuss.
Feuerwehr geht von Güterzug als Auslöser aus
Die Feuerwehr Krefeld geht davon aus, dass ein Güterzug die Böschungen und Vegetationsflächen an mehreren Stellen in Brand gesetzt hat. Zunächst bestand der Verdacht, dass eine defekte Bremsanlage des Zuges Funken verursacht haben könnte. Die genaue Ursache ist bislang nicht abschließend geklärt. Neben den Feuerwehren aus Krefeld und Meerbusch waren unter anderem Kräfte aus den Kreisen Viersen und Wesel, die DB-Betriebsfeuerwehr Oppum, das Technische Hilfswerk und das DRK Krefeld beteiligt. Zur Lageerkundung war zeitweise auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz.


