
Krefeld: Geplanter Radweg doppelt so teuer
Der Ausbau des Radwegs an der Untergath in Krefeld wird deutlich teurer. Statt 211.000 Euro werden jetzt rund 415.000 Euro veranschlagt.
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Deutliche Mehrkosten für Radweg in Krefeld
Der geplante Ausbau des Radwegs an der Untergath in Krefeld wird deutlich teurer als zunächst gedacht. Nach den Unterlagen der Bezirksvertretung Süd steigen die Kosten von ursprünglich 211.000 Euro auf jetzt 415.000 Euro. Das ist fast doppelt so viel wie bisher kalkuliert. Über die Erhöhung beraten nun die politischen Gremien. Konkret geht es um den Abschnitt von Dießemer Bruch bis Alte Untergath.
Gründe liegen in Planung und Baupreisen
Nach Angaben der Verwaltung gibt es mehrere Ursachen für die gestiegenen Kosten. Ein wichtiger Punkt ist das deutliche Baupreiswachstum seit der ersten Kostenschätzung aus dem vierten Quartal 2020. Hinzu kommen zusätzliche Anforderungen, die erst in der genaueren Ausführungsplanung berücksichtigt wurden. Dazu zählen Arbeiten für den Schutz vorhandener Bäume sowie Anpassungen in den Randbereichen der Verkehrsanlage. Auch neue taktile Elemente und innere Leitlinien für mehr Barrierefreiheit sind eingeplant, vor allem für sehbehinderte Menschen.
Kreuzungsbereiche müssen saniert werden
Weitere Mehrkosten entstehen durch notwendige Arbeiten in den Kreuzungsbereichen. Dort müssen die Asphaltoberflächen instand gesetzt werden. Laut Verwaltung ist das nötig, damit neue Markierungen fachgerecht aufgebracht werden können und die Strecke vor allem für den Radverkehr besser befahrbar wird. Zusätzlich sind Baumfällungen und zwei neue Baumstandorte als ökologische Ausgleichsmaßnahme vorgesehen. Die Verwaltung verweist darauf, dass die Maßnahme auch der Verkehrssicherheit dient und deshalb keinen Aufschub dulde.
Politische Beratung über neue Gesamtkosten
Die aktuell prognostizierten Gesamtkosten liegen laut Vorlage bei 415.000 Euro brutto, einschließlich Planungskosten von rund 4.000 Euro. Daraus ergibt sich ein zusätzlicher Mittelbedarf von 204.000 Euro. Die bisher eingeplanten 211.000 Euro sollen ins Haushaltsjahr 2026 übertragen werden. Die restlichen Mittel sind im Haushaltsplanentwurf 2026 vorgesehen. Der zuständige Ausschuss für Planung, Verkehrsplanung, Stadtentwicklung und Liegenschaften soll die neuen Kosten festsetzen.