
Krefeld: Fast alle Grundschüler bekommen OGS-Platz
In Krefeld sollen fast alle Grundschüler einen OGS-Platz bekommen. Die Stadt plant Übergangslösungen, um die kleine Lücke zwischen Bedarf und Angebot zu schließen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 11.03.2026 05:20
In Krefeld sollen im kommenden Schuljahr fast alle Grundschülerinnen und Grundschüler einen Platz in der Offenen Ganztagsschule (OGS) bekommen, wenn sie einen benötigen. Das hat die Stadt jetzt mitgeteilt.
Aktuell stehen OGS-Plätze für rund 64 Prozent der Grundschulkinder bereit. Angemeldet haben sich allerdings etwa 67 Prozent angemeldet. Diese Lücke will die Stadt nun mit verschiedenen Maßnahmen schließen.
Stadt plant Übergangslösungen
Um möglichst viele Kinder versorgen zu können, setzt Krefeld auf Übergangsregelungen. So soll eine Ganztagsgruppe im Notfall bis zu zwei zusätzliche Kinder aufnehmen können.
Außerdem prüft die Stadt kürzere Betreuungsangebote. An Schulen, an denen es noch keine Räume für ein gemeinsames Mittagessen gibt, könnte die Betreuung teilweise nur bis 14 Uhr angeboten werden.
Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab August
Ab dem 1. August gilt bundesweit ein Rechtsanspruch auf ganztägige Förderung für Erstklässler. Nach Angaben der Stadt wird dieser Anspruch in Krefeld erfüllt.
Kinder aus höheren Klassen, die bereits einen OGS-Platz haben, sollen diesen auch weiterhin behalten können.
Ziel: Mehr Ganztagsangebote in Krefeld
Langfristig will die Stadt die Ganztagsbetreuung weiter ausbauen. Ziel ist es, mindestens 80 Prozent aller Grundschülerinnen und Grundschüler ein entsprechendes Angebot machen zu können.
Allerdings gibt es noch Streit über die Finanzierung. Gemeinsam mit anderen Kommunen hat Krefeld deshalb Klage gegen das Land Nordrhein-Westfalen eingereicht.