
Krefeld beteiligt Bürger an Gleichstellungsplan
Krefeld entwickelt einen Aktionsplan zur Gleichstellung von Frauen und Männern. Bürger können dazu jetzt online ihre Erfahrungen und Ideen einbringen.
Veröffentlicht: Donnerstag, 23.04.2026 08:30
Krefeld startet Beteiligung zum Gleichstellungsplan
Die Stadt Krefeld will die Gleichstellung von Frauen und Männern weiter voranbringen und bezieht dafür jetzt die Bürgerinnen und Bürger mit ein. Hintergrund ist die Teilnahme an der Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene. Damit ist die Verpflichtung verbunden, einen konkreten Aktionsplan für Krefeld zu erstellen. Seit Mitte April läuft dazu ein erstes Online-Beteiligungsverfahren. Ziel ist es, ein Stimmungsbild aus der Stadtgesellschaft zu erhalten.
5.000 Krefelder werden direkt angeschrieben
Nach Angaben der Stadt werden 5.000 zufällig ausgewählte Krefelderinnen und Krefelder per Umfrage angeschrieben. Zusätzlich können sich auch alle anderen Interessierten beteiligen. Dafür verteilt die Stadt unter anderem Flyer und Postkarten mit Zugang zum Beteiligungsportal an Verwaltungsstandorten, Vereine und Verbände. Die Umfrage läuft unter dem Titel „Gleichgestellt leben in Krefeld - Gleichstellung gemeinsam gestalten“. Die Teilnahme erfolgt nach Angaben auf dem Portal anonym. Aber auch alle Interessierten können daran teilnehmen. Hier geht's zum Portal.
Themen reichen von Sicherheit bis Arbeitswelt
Im Aktionsplan sollen zentrale Themen der Gleichstellung festgelegt, gewichtet und in konkrete Maßnahmen übersetzt werden. Dazu zählen nach Angaben der Stadt auch bereits beschlossene Maßnahmen zur Sicherheit von Frauen im öffentlichen Raum. Weitere Themen betreffen die Arbeitswelt und die Chancengleichheit im Alltag. Die Stadt möchte dabei möglichst viele Perspektiven aus Gesellschaft, Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Vereinen und Verbänden einbeziehen. Die Ergebnisse der Beteiligung sollen später in konkrete Maßnahmen für Krefeld einfließen.
EU-Charta gibt den Rahmen für Krefeld vor
Die Europäische Gleichstellungscharta ist ein kommunales Rahmenwerk zur Gleichstellung von Frauen und Männern. Sie wurde vom Rat der Gemeinden und Regionen Europas verabschiedet und später überarbeitet. Nach Angaben der Stadt richtet sich die Charta an Kommunen unter anderem als demokratisch verantwortliche Institution, als Arbeitgeberin und als Anbieterin öffentlicher Dienstleistungen. Europaweit haben bereits mehr als 2.000 Kommunen in 36 Ländern die Charta unterzeichnet, darunter mehr als 60 in Deutschland. Krefeld war im vergangenen Jahr aufgenommen worden.