
Krefeld: Bauarbeiten auf Philadelphiastraße dauern länger
Die Bauarbeiten auf der Philadelphiastraße in Krefeld dauern länger als geplant. Grund ist ein größerer Kanal, der das Viertel besser vor Starkregen schützen soll.
Veröffentlicht: Donnerstag, 16.04.2026 12:08
Philadelphiastraße in Krefeld dauert länger
Autofahrer und Anwohner in Krefeld müssen sich an der Philadelphiastraße weiter auf eine lange Baustelle einstellen. Die Stadt und der Kommunalbetrieb Krefeld haben ihre Planungen dort noch einmal angepasst. Nach den neuen Angaben soll die Gesamtmaßnahme nun bis ins Jahr 2029 laufen. Einen genauen Fertigstellungstermin innerhalb des Jahres nennt die Stadt nicht. Hintergrund ist ein verändertes Entwässerungskonzept für die Innenstadt.
Größerer Kanal soll Starkregen besser abfangen
Nach Angaben des KBK wird der bisherige Mischwasserkanal auf der Philadelphiastraße deutlich vergrößert. Statt eines Durchmessers von 40 Zentimetern sollen neue Rohre mit 160 Zentimetern unter die Erde kommen. Außerdem sind zwei technische Steuerbauwerke geplant, mit denen der Wasserabfluss gezielt geregelt werden kann. Auf einer Länge von 220 Metern entstehen so laut KBK mehr als 400 Kubikmeter zusätzliches Kanalvolumen. Das soll helfen, bei Starkregen mehr Wasser aufzunehmen und schneller abzuleiten.
„Wir können Krefeld vor diesen Ereignissen nicht bewahren, wir können aber unser Kanalnetz so ausbauen, dass die Wohnquartiere durch stehendes Wasser weniger belastet werden“ - Andreas Horster, KBK-Vorstand.
Fernwärme-Arbeiten folgen in Krefeld
An die Kanalarbeiten schließen sich nach Angaben der Stadt weitere Arbeiten an. Im Bereich der Alten Linner Straße und an der Kreuzung Schwertstraße sollen neue Fernwärmeleitungen verlegt werden. Zuständig ist dafür die Netzgesellschaft Niederrhein. Diese Arbeiten sind für 2027 und 2028 vorgesehen. Die Einbindung der Hauptleitung und der Hausanschlüsse soll laut Stadt außerhalb der Heizperiode stattfinden, damit die Wärmeversorgung in den Wintermonaten nicht unterbrochen wird.
Schinkenplatz im Kronprinzenviertel wird umgebaut
Parallel dazu startet bald auch die Umgestaltung des Schinkenplatzes im Kronprinzenviertel. Die Arbeiten sollen im Mai beginnen und nach aktueller Planung sieben Monate dauern. Geplant sind dort unter anderem neue Bäume, Fahrradständer, Bänke, Spielgeräte und ein Stromanschluss für Veranstaltungen. Nach Angaben der Stadt soll der Platz wieder stärker zum Treffpunkt im Viertel werden. Auch Parkflächen im Quartier können während der Bauphase zeitweise gesperrt werden, damit Rettungsfahrzeuge weiter durchkommen.
„Die Umgestaltung des Platzes soll als Initialprojekt wirken“ - Beatrice Kamper, Leiterin des Fachbereichs Stadt- und Verkehrsplanung.
Förderung und weitere Planungen im Viertel
Die Maßnahme am Schinkenplatz ist Teil des Bund-Länder-Förderprogramms „Stadtumbau West“ beziehungsweise „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“. Die Kosten werden mit 970.000 Euro angegeben. Gleichzeitig arbeitet die Stadt an einem Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept für das Kronprinzen- und das Hardenbergviertel. Eine abschließende Bürgerbeteiligung zu konkreten Maßnahmen ist laut Mitteilung für Mai 2026 vorgesehen. Danach soll das Konzept in die Politik eingebracht werden.