
Krefeld: Ärger um kaputte Wege nach Glasfaserbau
Nach dem Glasfaserausbau gibt es in Krefeld Ärger über kaputte Straßen und Gehwege. CDU und SPD fordern dazu heute am 8. September 2026 einen Bericht im Ausschuss.
Veröffentlicht:
Kritik an Baustellen in Krefeld
Nach dem Glasfaserausbau in Krefeld gibt es offenbar immer wieder Beschwerden über Straßen und Gehwege. CDU und SPD sagen, dass Aufbruchstellen nach Bauarbeiten teils nicht ordentlich wiederhergestellt würden. Demnach seien an mehreren Stellen Unebenheiten zu sehen oder Beläge anders ausgeführt worden als zuvor. Die beiden Fraktionen haben deshalb einen gemeinsamen Antrag für den Planungsausschuss eingebracht. Dort soll das Thema am heutigen Dienstag, 8. September 2026, auf die Tagesordnung kommen.
Hintergrund ist der Glasfaserausbau, der in Krefeld in den vergangenen Jahren an vielen Stellen im Stadtgebiet vorangetrieben wurde. Nach Ansicht von CDU und SPD zeigen zahlreiche Baustellen, wie stark der Ausbau inzwischen das Stadtbild prägt. Gleichzeitig gebe es aber Kritik daran, wie Straßen und Wege nach den Arbeiten wieder geschlossen werden. Genau dazu wollen die Fraktionen jetzt mehr Informationen von Stadtverwaltung und Kommunalbetrieb bekommen. Es geht dabei ausdrücklich um die Genehmigungspraxis und die Kontrolle nach abgeschlossenen Maßnahmen.
Bericht im Planungsausschuss gefordert
In ihrem gemeinsamen Antrag bitten CDU und SPD um einen Bericht von Stadtverwaltung und Kommunalbetrieb. Darin soll vorgestellt werden, wie Arbeiten für den Glasfaserausbau aktuell genehmigt werden. Außerdem soll erklärt werden, wie kontrolliert wird, ob Straßen und Gehwege nach einer Baustelle ordnungsgemäß wiederhergestellt wurden. Ein weiterer Punkt ist der Umgang mit Beschwerden von Anwohnern. Auch die Sicht des Straßenbaulastträgers auf mögliche Mängel soll Thema sein.
Nach dem Beschlussentwurf wollen die Fraktionen auch wissen, was passiert, wenn der Belag nicht wieder in den optischen Originalzustand versetzt wurde. Dabei geht es zum Beispiel um unebene Flächen oder um sichtbare Unterschiede beim Material. CDU und SPD verweisen in ihrer Begründung darauf, dass solche Fälle aus ihrer Sicht häufiger festzustellen seien. Der Bericht soll deshalb klären, welche Abläufe es bei Kontrolle, Rückmeldung und möglicher Nachbesserung gibt. Eine Entscheidung über mögliche weitere Schritte steht damit zunächst noch nicht an.
Beschwerden von Anwohnern im Fokus
Ein wichtiger Punkt im Ausschuss sind auch Hinweise und Beschwerden aus der Nachbarschaft. Laut Antrag soll dargelegt werden, wie mit Rückmeldungen von Anwohnern umgegangen wird, wenn es Probleme an Aufbruchstellen gibt. Dabei geht es nicht nur um technische Mängel, sondern auch um die Frage, ob Straßen und Gehwege nach den Arbeiten sichtbar anders aussehen als vorher. Für viele Menschen vor Ort spielt gerade dieser Eindruck im direkten Wohnumfeld eine große Rolle. CDU und SPD wollen deshalb wissen, welche Möglichkeiten es bei Beanstandungen gibt.