
Kita-Ausbau in Krefeld: Fokus auf U3
Krefeld will 117 neue U3-Kita-Plätze schaffen. Dafür werden Ü3-Kapazitäten umverteilt. Insgesamt stehen 8.081 Plätze bereit.
Veröffentlicht: Montag, 23.02.2026 05:26
Die Stadt Krefeld passt die Platzverteilung in ihren Kindertagesstätten an und schafft 117 neue Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren (U3). Grundlage ist die aktuelle Bedarfsfeststellung, über die der Jugendhilfeausschuss am Donnerstag (26. Februar) entscheidet.
Im kommenden Betreuungsjahr stehen in den 106 Kitas in Krefeld insgesamt 8.081 Plätze zur Verfügung. Damit bleibt die Gesamtzahl im Vergleich zum Vorjahr nahezu stabil – sie sinkt allerdings effektiv um 23 Plätze.
Warum Plätze umverteilt werden
Hintergrund der Umstrukturierung ist, dass im Bereich der über Dreijährigen (Ü3) nicht alle vorhandenen Plätze trotz rechnerischen Bedarfs genutzt werden. Deshalb verlagert die Stadt Kapazitäten in den U3-Bereich, wo der Bedarf deutlich höher ist.
Konkret werden 143 Plätze im Ü3-Bereich abgebaut und 117 neue U3-Plätze geschaffen. Dass die Gesamtzahl sinkt, liegt an den unterschiedlichen Gruppengrößen: In Ü3-Gruppen werden im Schnitt 20 bis 25 Kinder betreut, in U3-Gruppen zehn bis 20. Kleinere Gruppen bedeuten also weniger Plätze insgesamt.
So entwickeln sich Quoten und Kapazitäten
Durch die Umverteilung steigt die Versorgungsquote bei den unter Dreijährigen von 38,3 auf 41 Prozent. Die Stadt peilt perspektivisch eine Quote von rund 46 Prozent an, um den gesetzlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz erfüllen zu können.
Im Ü3-Bereich liegt die Quote zum neuen Betreuungsjahr bei 94,9 Prozent. Insgesamt stehen 6.638 Ü3-Plätze und 1.443 U3-Plätze in Krefelder Kitas zur Verfügung. Zusätzlich sind 910 Plätze in der Kindertagespflege eingeplant – ein Angebot, das vor allem von Familien mit U3-Kindern genutzt wird.
Mit eingerechnet sind auch 85 Plätze in der neuen Kita an der Bacherhofstraße. Sanierung und Erweiterungsbau sollen im Laufe des kommenden Betreuungsjahres abgeschlossen werden, die Inbetriebnahme ist zeitnah vorgesehen.
Wie sich Angebot und tatsächliche Nachfrage am Ende entwickeln, ist noch offen. Das Anmeldeverfahren für die Kindertagesbetreuung 2026/2027 läuft derzeit noch.