
Kindeswohlgefährdung
In NRW werden die Jugendämter immer häufiger wegen Kindeswohlgefährdung alarmiert. Vergangenes Jahr wurden sie in mehr als 55.000 Fällen aktiv.
Veröffentlicht: Montag, 08.08.2022 09:14
Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von zwei Prozent, zeigt eine Studie des Landes. Bei uns am Niederrhein haben sich die Zahlen unterschiedlich entwickelt.
Im Kreis Viersen gab es 524 Mal den Verdacht auf Kindeswohlgefährdung - fast zehn Prozent weniger als im Jahr davor. In den meisten Fällen stellte sich aber heraus, dass keine akute Gefahr, sondern zumindest Hilfebedarf bestand. In Krefeld ging das Jugendamt fast 580 Verdachtsmomenten nach, was einem Plus von neun Prozent entspricht. Dass die Fallzahlen meist angestiegen sind, könne damit zu haben, dass die Sensibilisierung für Kindeswohlgefährdungen zugenommen hat, vermuten die Landesstatistiker. Sie erforschen allerdings nicht die Ursachen, sondern veröffentlichen nur die Zahlen.