
Kik: Unrentable Läden stehen auf dem Prüfstand
Der Textildiscounter Kik stellt sein Filialnetz auf den Prüfstand. Auch Standorte am Niederrhein könnten betroffen sein.
Veröffentlicht: Donnerstag, 19.02.2026 05:12
Der Textildiscounter Kik will seine Wettbewerbsfähigkeit steigern – und stellt dafür unrentable Filialen auf den Prüfstand. Wie viele Standorte geschlossen werden, wo genau und wann, ist noch offen. Möglich ist aber, dass auch Filialen am Niederrhein betroffen sein könnten.
Härterer Wettbewerb und Kaufzurückhaltung
Hintergrund sind laut Unternehmen ein deutlich härterer Wettbewerb, anhaltende Inflation, spürbare Kaufzurückhaltung bei Kunden sowie zeitweise gestörte Lieferketten. Kik reagiert darauf mit einer Überprüfung der bestehenden Strukturen. Ziel ist es, Kosten- und Effizienzpotenziale zu identifizieren und das Unternehmen langfristig wettbewerbsfähig aufzustellen.
Medien hatten zuletzt von möglichen Schließungen in dreistelliger Zahl berichtet. Bestätigt ist das bislang nicht. Der Optimierungsprozess soll sich über mehrere Jahre erstrecken.
4.200 Filialen in 14 Ländern
Kik betreibt nach eigenen Angaben rund 4.200 Filialen in 14 europäischen Ländern, davon etwa 2.400 in Deutschland. Auch am Niederrhein gibt es Standorte, unter anderem in Krefeld, Tönisvorst, Viersen, Nettetal und Schwalmtal. Ob diese Filialen von möglichen Schließungen betroffen sein werden, ist derzeit unklar.
Das Unternehmen betont, dass der Großteil der Filialen profitabel arbeite. Gleichzeitig sollen weiterhin neue Standorte eröffnet werden.
Was wird aus den Beschäftigten?
Insgesamt beschäftigt Kik rund 32.000 Menschen, etwa 19.000 davon in Deutschland. Für den Fall von Schließungen kündigt das Unternehmen an, den betroffenen Mitarbeitenden Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten im eigenen Filialnetz anzubieten. Aufgrund der starken Präsenz in der Fläche sehe man dafür gute Chancen.
Kik wurde 1994 gegründet. Neben Kleidung verkauft der Discounter auch Haushaltsartikel, Heimtextilien, Spielwaren sowie Deko- und Geschenkartikel.