
Kettensäge und Böller: Halloweennacht am Niederrhein
Über 60 Einsätze, Böller und eine Kettensäge: Die Halloween-Nacht war für die Polizei im Kreis Viersen arbeitsreich. In Krefeld blieb es ruhig.
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Viersen: Kettensäge und Eierwürfe am frühen Abend
Die Polizei im Kreis Viersen hat in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November etwas mehr als 60 Einsätze mit Bezug zu Halloween gezählt. Der Zeitraum reichte von 18 Uhr bis 2.30 Uhr. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das eine leichte Steigerung. Der weit überwiegende Teil der Einsätze ging auf das Zünden von Böllern zurück. Die Einsätze verteilten sich nach Angaben der Behörde über das gesamte Kreisgebiet.
In Viersen sorgte am frühen Abend ein 13-Jähriger für Aufregung. Gegen 19 Uhr lief der Junge mit einer laufenden Kettensäge über die Flämische Allee und erschreckte damit Menschen. Die Polizei teilte mit, dass die Kettensäge keine Kette mehr hatte, der Motor aber eingeschaltet war. Die Einsatzkräfte nahmen dem Jungen die Säge ab und stellten sie bis zum nächsten Tag sicher. Bereits kurz zuvor hatten Unbekannte auf der Straße Am Kettbaum in Viersen Eier auf ein Auto und dessen Fahrerin geworfen.
Schiefbahn: Jugendlicher von Böller am Bein getroffen
In Schiefbahn wurde am späten Abend ein Jugendlicher von einem Böller am Bein getroffen und dabei leicht verletzt. Zu späterer Stunde mussten Einsatzkräfte in verschiedenen Kommunen des Kreises zudem Feiernde ermahnen, bei der Lautstärke einen Gang zurückzuschalten. In Viersen nahmen Polizisten einen 22-Jährigen in Gewahrsam, weil er einem Platzverweis auf der Gartenstraße nicht nachgekommen war. Größere Randale gab es nach Angaben der Polizei aber nicht.
Krefeld: Acht Einsätze in der Halloween-Nacht
Deutlich ruhiger verlief die Nacht in Krefeld. Dort musste die Polizei insgesamt nur achtmal wegen Halloween ausrücken. In den meisten Fällen ging es um Ruhestörungen. Damit fällt die Bilanz in beiden Gebieten überwiegend friedlich aus. Die allermeisten Menschen im Kreis Viersen und in Krefeld, die feiern wollten, taten das nach Einschätzung der Behörden ohne Zwischenfälle.
Kreis Viersen: Polizei zieht positives Fazit
Der Einsatz im Kreis Viersen wurde von Polizeidirektor Stefan Neugebauer geleitet. Er bewertet den Verlauf der Nacht positiv und führt das vor allem auf die sichtbare Präsenz der Einsatzkräfte zurück.
„Die große und sichtbare Polizeipräsenz, vor allem in der Innenstadt von Viersen, hat sicherlich zu dem insgesamt friedlichen Verlauf beigetragen. Größere Randale hat es jedenfalls nicht gegeben." - Stefan Neugebauer, Polizeidirektor
Bereits im Vorfeld hatte die Polizei angekündigt, im gesamten Kreisgebiet verstärkt unterwegs zu sein. Die Einsatzkräfte waren sowohl uniformiert als auch zivil im Einsatz, in Viersen kam zusätzlich eine Drohne zum Einsatz.