
Kempen prüft mehr Termine für Feierabendmarkt
Die CDU in Kempen will zwei zusätzliche Feierabendmärkte ab 2026. Die Verwaltung sieht dafür aktuell keine personellen Kapazitäten.
Veröffentlicht: Donnerstag, 26.02.2026 09:30
Der Feierabendmarkt in Kempen ist beliebt – nun soll geprüft werden, ob es künftig mehr Termine geben kann. Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Kempen beantragt, die bislang fünf Termine pro Jahr ab 2026 um zwei weitere Veranstaltungen zu erweitern. Darüber berät der Ausschuss für Ordnung, Verkehr und Rettungswesen.
Verwaltung sieht Personalengpass
Die Stadtverwaltung macht in ihrer Stellungnahme deutlich: Mit dem vorhandenen Personal im Ordnungsamt sei eine Ausweitung derzeit nicht realisierbar. Schon jetzt seien die Kapazitäten durch Wochenmärkte, Krammärkte, Kirmessen und Großveranstaltungen stark gebunden.
Allein die Organisation umfasst unter anderem die Erstellung von Sicherheits- und Veranstaltungskonzepten, Verkehrslenkung, Abstimmung mit Polizei und Feuerwehr, Beauftragung externer Dienstleister, Gebührenkalkulation sowie umfangreiche Verwaltungsarbeiten. Hinzu kommen jährlich rund 250 Wochenmarkttage in Kempen und den Ortsteilen.
Standortwechsel und mögliche Perspektive
Ab 2026 wird der Feierabendmarkt aus Sicherheitsgründen vom Buttermarkt auf den Burgparkplatz verlegt. Für 2026 hält die Verwaltung – wenn überhaupt – nur einen zusätzlichen Termin im Oktober für denkbar. Zwei weitere Termine, etwa im April und Oktober, seien frühestens ab 2027 realistisch.
Alternativstandorte in St. Hubert oder Tönisberg wurden geprüft, erfüllen laut Verwaltung jedoch die nötigen Voraussetzungen wie Infrastruktur und Platzgröße nur eingeschränkt.
Entscheidung frühestens 2027
Grundsätzlich handelt es sich beim Feierabendmarkt um eine freiwillige Leistung der Stadt. Trotz möglicher Refinanzierung über Gebühren weist die Verwaltung auf die angespannte Haushaltslage hin. Ohne zusätzliches Personal sei eine Ausweitung nicht umsetzbar. Eine Entscheidung mit möglicher Umsetzung wird daher frühestens für 2027 erwartet.