
Kemp-Inn: Warum der große Saal offen bleibt
Im Kemp-Inn in Kempen fehlen vorgeschriebene Brandschutzprüfungen. Der große Saal bleibt trotzdem offen - 2027 sind Umbauten geplant.
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Kemp-Inn Kempen: Brandschutzumbau steht bevor
Kempen (28. Oktober 2026). Im großen Saal des Kemp-Inn an der Peterstraße fehlen noch vorgeschriebene Sicherheitsprüfungen. Das hat die Stadt Kempen mitgeteilt. Auslöser war eine anonyme Anzeige beim Kreis Viersen, die Kommunalaufsicht forderte Bürgermeister Christoph Dellmans zur Prüfung auf. Das Gebäude ist der frühere Kolpinghaus-Komplex und gehört der Stadt.
Kemp-Inn in Kempen: Diese Prüfungen fehlen
Im Mittelpunkt steht die Lüftungsanlage von 1983. Sie wurde 2024 und 2026 mängelfrei geprüft - allerdings von einer Firma ohne die nötige Zertifizierung. Die Prüfungen sollen nachgeholt werden. Kleiner Saal, Restaurant, Kegelbahn und Pächterwohnung dürfen weiter genutzt werden.
Warum der große Saal in Kempen offen bleibt
Bürgermeister Dellmans lässt den Saal vorerst geöffnet. Er verweist auf gültige Baugenehmigungen und fehlende Nachweise für brandschutzrelevante Mängel. Die Fluchtwege seien ausreichend, die Brandmeldeanlage bei der Leitstelle des Kreises aufgeschaltet. Bei größeren Veranstaltungen wurde mehrfach eine Brandwache gestellt.
„Rechtlich betrachtet, müsste ich den großen Saal schließen“ - Christoph Dellmans, Bürgermeister der Stadt Kempen.
Was 2027 im Kemp-Inn umgebaut wird
Der Bauantrag und ein Brandschutzkonzept liegen vor. Geplant sind eine komplett neue Lüftungsanlage im großen Saal und Brandschutzmaßnahmen im Hotelbereich. Für die Arbeiten könnte das Haus 2027 für einige Wochen schließen, möglichst in den Ferien. Der große Saal ist für viele Kempener Vereine der zentrale Ort - eine Ausweichmöglichkeit gibt es in der Altstadt nicht.