
Keine Geburten mehr in Kempen: Was das jetzt bedeutet
Im Kempener Hospital ist die Geburtshilfe ab Mittwoch (01. Juni) geschlossen. Werdende Mütter müssen jetzt für Entbindungen auf andere Kliniken ausweichen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 01.07.2026 04:16
Geburtshilfe in Kempen ab heute (01. Juni) geschlossen
Im Hospital zum Heiligen Geist in Kempen werden ab heute keine Babys mehr geboren. Auch die Gynäkologie bleibt geschlossen. Das war bereits im Frühjahr von den Verantwortlichen angekündigt worden. Patientinnen sollen stattdessen vor allem im Allgemeinen Krankenhaus Viersen, kurz AKH, entbinden können. Damit endet in Kempen das Angebot der Geburtsstation zunächst wie angekündigt.
Unmut nach Ankündigung in Kempen
Die Schließung hatte in Kempen für großen Unmut gesorgt. Vor allem Hebammen hatten sich gegen das Aus der Geburtshilfe eingesetzt. Sie hatten eine Petition auf den Weg gebracht, um die Entscheidung noch zu verhindern. Erfolg hatte das aber nicht. Damit steht jetzt fest, dass werdende Mütter aus Kempen und Umgebung andere Geburtskliniken anfahren müssen.
Diese Kliniken kommen jetzt infrage
Neben dem AKH in Viersen kommen für werdende Mütter auch weitere Krankenhäuser in der Region infrage. Genannt werden das Bethanien in Moers, das Elisabeth-Krankenhaus in Mönchengladbach, das Helios in Krefeld und das St.-Clemens-Hospital in Geldern. Welche Klinik gewählt wird, hängt unter anderem vom Wohnort und von der individuellen Situation der Patientin ab.
Hilfsangebote vor Ort bleiben ein Thema
Auch in Kempen selbst gibt es weiter Anlaufstellen für Mütter. Das war zuletzt Thema im Jugendhilfeausschuss. Nach Angaben der Stadtverwaltung ersetzen diese Angebote aber nicht die wegfallende Geburtsstation. Die Diskussion über die Versorgung von Familien vor Ort dürfte deshalb weitergehen. Gerade für werdende Eltern bleibt die Frage wichtig, welche Unterstützung in Kempen künftig noch direkt verfügbar ist.