
Kein Geld, aber ein Plan: Krefelds Kultur
Krefeld arbeitet an einer eigenen Kulturstrategie. Theater, Museen und die freie Szene sollen sich besser vernetzen - Geld für neue Ideen ist aber knapp.
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Krefeld entwickelt neue Kulturstrategie
Krefeld - Die Stadt Krefeld will ihre Kulturlandschaft besser aufstellen. Dafür entwickelt die Verwaltung eine eigene Kulturstrategie. Sie soll Theater, Museen, Musikszene und freie Initiativen stärker verbinden. Am Dienstag, 3. November, entscheidet der Ausschuss für Kultur, Denkmal und Städtepartnerschaften über den grundsätzlichen Ansatz.
Krefeld: Drei Schritte bis zum Manifest
Die Strategie soll in drei Schritten entstehen. Zuerst werden die grundlegende Haltung und die Ziele in einer Präambel festgelegt. Im kommenden Jahr soll ein Kulturprojekt verschiedene Kulturakteure zusammenbringen. Für 2028 ist ein Manifest geplant, das die zentralen Erkenntnisse bündelt und die Ziele konkretisiert. Der Landschaftsverband Rheinland hat für diese Entwicklungsschritte bereits Fördermittel bewilligt.
Was in Krefeld geplant ist
Die Verwaltung hat neun Handlungsziele formuliert. Dazu gehört, die Vielfalt der Krefelder Kulturlandschaft bekannter zu machen und bestehende Einrichtungen zu erhalten. Zusätzliche Räume für Kunst und Kultur sollen erschlossen und Kultur bei der Entwicklung der Stadtteile stärker mitgedacht werden. Auch der Umgang mit Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz ist ein Thema. Kultur soll allen Menschen offenstehen - unabhängig von Alter, Herkunft, Einkommen oder einer Einschränkung.
Knappe Kassen in Krefeld
Steigende Kosten und knappe öffentliche Kassen machen der Stadt zu schaffen. Nach Angaben der Verwaltung steht derzeit kein Geld für neue, teure Vorhaben zur Verfügung. Zunächst soll deshalb gesichert werden, was bereits besteht. Über bessere Zusammenarbeit und die Suche nach zusätzlichen Fördermitteln sollen trotzdem neue Entwicklungen möglich werden.
„Wir müssen jetzt handeln und brauchen angesichts der großen Herausforderungen eine klare und abgestimmte Richtung. Wir haben uns daher bewusst gegen einen Kulturentwicklungsplan mit einem Planungshorizont von fünf bis zehn Jahren entschieden, der mit zusätzlichen Finanzbedarfen verbunden ist." - Frank Meyer, Oberbürgermeister und Kulturdezernent der Stadt Krefeld
„In Kürze diskutieren wir darüber, nach welchen Kriterien die institutionelle Förderung für die Freie Kulturszene vergeben wird. Hier und auch mit Blick auf den akuten Spardruck in den städtischen Kulturinstituten brauchen wir eine klare Kulturentwicklungshaltung." - Dr. Katharine Leiska, Kulturbeauftragte der Stadt Krefeld