
KBK warnt: Akkus im Müll sind brandgefährlich
Zum Tag der Batterie warnt der KBK in Krefeld: Lithium-Akkus im Restmüll können Brände auslösen und Mitarbeiter der GSAK gefährden.
Veröffentlicht: Mittwoch, 18.02.2026 04:41
Falsch entsorgte Batterien galten lange vor allem als Umweltproblem. Heute stellen sie auch eine akute Gefahr für Entsorgungsbetriebe dar. Darauf macht der Kommunalbetrieb Krefeld (KBK) anlässlich des „Tags der Batterie“ am 18. Februar aufmerksam.
Besonders Lithium-Akkus und Lithium-Batterien können beim Verpressen des Mülls in Entsorgungsfahrzeugen Brände auslösen oder sogar explodieren. Dadurch sind in der Vergangenheit bereits erhebliche Schäden bei der GSAK und in weiteren Entsorgungsanlagen in Krefeld entstanden, heißt es vom KBK.
Gefahr durch beschädigte Lithium-Batterien
Solange Lithium-Batterien – etwa aus Smartphones, E-Zigaretten, Uhren oder Wetterstationen – unbeschädigt sind, geht in der Regel keine Gefahr von ihnen aus. Kritisch wird es jedoch bei beschädigten oder überhitzten Akkus. Sie können sich selbst entzünden und schwere Brände verursachen.
Deshalb dürfen Batterien und Akkus keinesfalls über die Restmülltonne entsorgt werden. Bei der Abgabe am Recyclinghof wird der Zustand der Hochleistungsbatterien aus Sicherheitsgründen überprüft.
Kostenfreie Rückgabe auf dem Wertstoffhof
Alte Batterien und Akkus können kostenlos am Wertstoffhof der GSAK sowie an den mobilen Sammelstellen abgegeben werden. Auch viele Supermärkte, Discounter und Elektro-Fachmärkte sind zur Rücknahme verpflichtet, wenn sie entsprechende Produkte verkaufen. Online-Händler müssen bei einem Neukauf ebenfalls eine Rückgabemöglichkeit anbieten.
Der Wertstoffhof an der Idastraße in Linn hat seit dem 1. Januar 2026 erweiterte Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr, Samstag von 9 bis 16 Uhr.
Gewerbebetriebe mit größeren Mengen oder Lithium-Batterien über 500 Gramm pro Stück sollen sich vorab bei der GSAK anmelden.
Wertvolle Rohstoffe statt Umweltgefahr
Alte Batterien enthalten wertvolle Rohstoffe wie Lithium, Kobalt, Nickel, Mangan, Aluminium, Kupfer, Zink und Blei. Durch fachgerechtes Recycling können diese Metalle wiederverwertet werden, statt neu abgebaut zu werden.
Zudem ist die korrekte Entsorgung wichtig, damit Schwermetalle nicht in die Umwelt gelangen und die Gesundheit gefährden.