
Italo-Züge für Deutschland könnten aus Krefeld kommen
Der italienische Bahnbetreiber NTV will in den deutschen Fernverkehr einsteigen. Die dafür geplanten Hochgeschwindigkeitszüge könnten aus Krefeld kommen.
Veröffentlicht: Freitag, 08.05.2026 04:25
Italo plant Einstieg in den Fernverkehr
Die Deutsche Bahn könnte im Fernverkehr bald mehr Konkurrenz bekommen. Der private Bahnbetreiber NTV aus Italien hat angekündigt, mit seiner Marke Italo auf den deutschen Markt gehen zu wollen. Nach übereinstimmenden Medienberichten sollen ab 2028 Hochgeschwindigkeitszüge auf zwei Strecken eingesetzt werden. Genannt werden Verbindungen zwischen München und Dortmund sowie zwischen München und Hamburg. Die geplanten Züge könnten dabei in Krefeld gebaut werden.
Siemens-Werk in Krefeld im Gespräch
Im Mittelpunkt steht nach den Berichten Siemens Mobility. Die Rede ist von bis zu 30 Hochgeschwindigkeitszügen und einem Investitionsvolumen von 3,6 Milliarden Euro, einschließlich langfristiger Wartungsverträge. Für das Siemens-Werk in Krefeld könnte ein solcher Auftrag wichtig sein. Dort könnten Arbeitsplätze gesichert werden, falls der Auftrag tatsächlich vergeben wird. Eine endgültige Entscheidung ist nach aktuellem Stand aber noch nicht gefallen.
Noch offene Fragen für den Start ab 2028
Nach Angaben aus den Berichten ist der geplante Start im Jahr 2028 vorgesehen. Ob das Projekt in dieser Form umgesetzt werden kann, ist aber noch offen. Unklar ist unter anderem, ob es im deutschen Schienennetz genügend Kapazitäten für zusätzliche Fernverkehrszüge gibt. Auch deshalb ist bislang noch nichts beschlossen. Fest steht bisher nur, dass Krefeld als möglicher Produktionsstandort im Gespräch ist.