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Iran-Krieg: Wirtschaft am Niederrhein unter Druck
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Iran-Krieg: Wirtschaft am Niederrhein unter Druck

Der Iran-Krieg könnte die Wirtschaft am Mittleren Niederrhein stark treffen. Die IHK warnt vor steigenden Energiepreisen und Problemen für Logistik und Industrie.

Veröffentlicht: Freitag, 13.03.2026 09:30

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Laut IHK arbeiten rund 65.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Mittleren Niederrhein im Großhandel und bei Verkehrsdienstleistern. Für diese Branchen sind vor allem steigende Kraftstoffpreise ein großes Problem.

Viele Unternehmen seien auf wettbewerbsfähige Transportkosten angewiesen. Schon zuletzt hätten einige Verkehrsdienstleister wirtschaftliche Schwierigkeiten gehabt und ihre Zahlungsverpflichtungen teilweise nicht mehr erfüllen können. Weitere Kostensteigerungen könnten diese Situation weiter verschärfen.

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Energieintensive Industrie besonders gefährdet

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Auch energieintensive Industrien – etwa die chemische Industrie – könnten die Auswirkungen deutlich spüren. Die Gaspreise auf dem Weltmarkt steigen derzeit stark an.

Kurzfristig wirken sich diese Entwicklungen laut IHK wegen langfristiger Lieferverträge noch nicht direkt aus. Sollte die Krise jedoch länger dauern, müssten Unternehmen bei neuen Verträgen vermutlich deutlich höhere Preise zahlen.

Am Mittleren Niederrhein arbeiten knapp 40.000 Menschen in energieintensiven Industriebetrieben. Ihr Anteil an der Gesamtbeschäftigung liegt damit über dem bundesweiten Durchschnitt.

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Unsicherheit für exportstarke Region

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Zusätzliche Risiken sieht die IHK auch für exportorientierte Unternehmen. Viele Betriebe aus der Region liefern Maschinen, chemische Produkte oder Holz- und Druckerzeugnisse in die Golfregion.

Mit einer Exportquote von mehr als 50 Prozent in der Industrie gilt der Mittlere Niederrhein als besonders exportstark. Jede geopolitische Krise erhöhe deshalb die Unsicherheit im Außenhandel. Auch der internationale Flugverkehr über die Golfregion könnte betroffen sein – etwa für Geschäftsreisen oder touristische Verbindungen nach Asien und Australien.

Die IHK warnt außerdem vor möglichen Folgen für die gesamte Konjunktur. Sollte die wichtige Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus länger blockiert sein und Energiepreise hoch bleiben, könnte das auch Konsum und Gastronomie in Deutschland zusätzlich belasten.

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