
Innovationszentrum foodineum öffnet in Neuss
In Neuss ist das foodineum gestartet. Auch die Hochschule Niederrhein arbeitet dort mit.
Veröffentlicht: Mittwoch, 19.11.2025 10:04
foodineum startet in Neuss als Innovationsmotor für die Region
In Neuss ist der offizielle Startschuss für das foodineum gefallen – ein neues Innovationszentrum, das die Lebensmittelwirtschaft im Rheinischen Revier vernetzen und stärken soll. Das gemeinsame Projekt des Rhein-Kreises Neuss und der Hochschule Niederrhein (HSNR) hat seine Arbeit am Standort Markt 17–19 aufgenommen. Ein sechs-köpfiges Team entwickelt dort Angebote für Unternehmen, Start-ups und Gründungsinteressierte.
Erstes öffentliches Event und starke wissenschaftliche Anbindung
Bereits am Montag, 17. November, findet im Rahmen der bundesweiten Gründungswoche die erste öffentliche Veranstaltung statt: Beim „CoFounder Meetup“ treffen sich Start-ups und Gründungsinteressierte, um Ideen auszutauschen und Projekte anzustoßen. Anmeldungen nimmt Dr. Petra Bracht per E-Mail entgegen.
Kreisdirektor Dirk Brügge betont, dass der Strukturwandel nur gelingen könne, wenn Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft enger zusammenarbeiten: „Das foodineum bringt genau diese Akteure an einen Tisch.“
Auch HSNR-Vizepräsidentin Professorin Dr. Kathleen Diener sieht im Zentrum einen wichtigen Baustein, um Forschung schnell in die Praxis zu bringen.
Innovation, Nachhaltigkeit und Austausch entlang der Lebensmittelkette
Das foodineum versteht sich als Schnittstelle zwischen Hochschule, Forschung und Unternehmen. Besonders im Fokus stehen nachhaltige und ressourcenschonende Lösungen entlang der gesamten Lebensmittelproduktion – von alternativen Proteinen über Qualitäts- und Sicherheitsfragen bis hin zu rechtlichen Themen. Stephanie Bienefeld führt das foodineum, Corinna Kuhlen übernimmt die stellvertretende Projektleitung.
Traditionell ist die Region stark in der Lebensmittelverarbeitung – etwa bei Zuckerrüben, Kartoffeln und Getreide. Diese Stärke will das neue Zentrum weiter ausbauen, damit Arbeits- und Ausbildungsplätze erhalten bleiben oder neu entstehen.
Testküche, Labore und Raum für Start-ups
Im foodineum entsteht eine große Labor- und Testküche, in der neue regionale Lebensmittel entwickelt werden können. Gleichzeitig bietet das Zentrum Platz für Workshops, Treffen und Kooperationen zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen. Die Büros im ersten Obergeschoss sind bereits bezogen, zahlreiche Unternehmen wurden kontaktiert, um konkrete Bedarfe zu ermitteln.
Auch der Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern ist fest eingeplant. Das foodineum will über nachhaltige Ernährung informieren und das Bewusstsein für schonend produzierte Lebensmittel stärken.
Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie vom Land Nordrhein-Westfalen. Ziel ist es, im Rheinischen Revier ein dauerhaftes Innovationszentrum für die Lebensmittelbranche zu etablieren.