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IHK: Iran-Krieg belastet Firmen am Niederrhein
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IHK: Iran-Krieg belastet Firmen am Niederrhein

Steigende Energiepreise, höhere Transportkosten und Probleme bei Lieferketten setzen viele Unternehmen in NRW unter Druck. Das zeigt eine IHK-Umfrage.

Veröffentlicht: Dienstag, 07.04.2026 12:30

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IHK-Umfrage zeigt Druck auf Unternehmen

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Die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges sind laut IHK NRW inzwischen in vielen Betrieben in Nordrhein-Westfalen spürbar. An einer landesweiten Umfrage haben sich 768 Unternehmen beteiligt, die in der Region aktiv sind oder die Auswirkungen des Konflikts indirekt merken. Fast 500 Betriebe und damit mehr als 60 Prozent geben an, negativ betroffen zu sein. Ein knappes Drittel sagt, die Folgen noch nicht sicher einschätzen zu können. An der Umfrage haben sich auch Unternehmen aus Krefeld, Mönchengladbach, dem Rhein-Kreis Neuss und dem Kreis Viersen beteiligt.

„Die Umfrage zeigt, wie groß der wirtschaftliche Druck für viele Betriebe inzwischen ist“ - Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein.

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Energiepreise und Logistikkosten steigen

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Besonders stark belasten laut Umfrage die gestiegenen Transport- und Logistikkosten. Bei neun von zehn Unternehmen mit Geschäft vor Ort sind diese Kosten gestiegen. Über alle befragten Unternehmen hinweg sagen 82 Prozent, dass sie höhere Ausgaben für Transport und Logistik haben. Betroffen sind demnach Wege über See, Luft und Straße. Als größte Herausforderung nennt die IHK die Seefracht, weil Schiffe überbucht seien oder ihren Zielhafen nicht anfahren könnten.

Auch die Energiepreise spielen für viele Betriebe eine große Rolle. 71 Prozent der Unternehmen sehen darin inzwischen ein Problem. Dazu kommen Verzögerungen und Unterbrechungen in den Lieferketten, die 40 Prozent der Befragten nennen. Gründe dafür sind laut IHK unter anderem längere Routen, eingeschränkte Hafenzugänge im Seetransport sowie Engpässe bei Rohstoffen und Vorprodukten.

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Unternehmen prüfen Preise und Lieferketten

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Mehr als jedes zweite Unternehmen plant laut Umfrage, gestiegene Kosten an Kundinnen und Kunden weiterzugeben oder die eigenen Preise zu erhöhen. Jedes fünfte Unternehmen überprüft außerdem seine Lieferketten, sucht nach anderen Lieferanten oder baut die Lagerhaltung aus. Gleichzeitig zeigt die Umfrage auch, dass mehr als ein Drittel der Betriebe aktuell keine besonderen Maßnahmen plant. Die wirtschaftliche Unsicherheit bleibt nach Einschätzung der IHK aber hoch.

„Die Belastungen sind inzwischen sehr konkret im betrieblichen Alltag spürbar. Mehr als jedes zweite Unternehmen plant, die gestiegenen Kosten an die Kunden weiter geben zu wollen oder die Preise zu erhöhen“ - Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein.

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Exportstarke Region besonders betroffen

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Nach Einschätzung der IHK ist die Lage besonders für die exportstarke Wirtschaft am Mittleren Niederrhein heikel. Dazu zählen Unternehmen in Krefeld, Mönchengladbach, dem Rhein-Kreis Neuss und dem Kreis Viersen. Die IHK warnt davor, dass sich die Belastung weiter verschärfen könnte, wenn wichtige Handelsrouten länger eingeschränkt bleiben. Genannt wird dabei auch die Straße von Hormus. Der Standort Deutschland sei schon jetzt durch strukturelle Schwächen und hohe Energiekosten belastet.

„Der Standort Deutschland ist bereits durch strukturelle Schwächen und hohe Energiekosten belastet, sodass die zusätzlichen Preiserhöhungen und Versorgungsrisiken die Unternehmen noch härter treffen würden“ - Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein.

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