
IHK: Betriebe am Niederrhein robust unterwegs
Pandemie und Energiekrise haben die Betriebe 2022 belastet, trotzdem konnten die Betriebe die Umsätze im Vergleich zu 2022 steigern.
Veröffentlicht: Mittwoch, 28.12.2022 06:58
Obwohl die Wirtschaft in unserer Region vergleichsweise robust ist, bleibt die Energiekrise eine Belastung für die Firmen bei uns. Zu diesem Fazit kommt die Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein. Daneben stecke vielen Unternehmen noch die Folgen der Corona-Pandemie in den Knochen. Trotzdem Blick die IHK optimistisch auf das neue Jahr.
Eine deutliche Mehrheit der Unternehmen am Mittleren Niederrhein rechnet damit, dass sich ihre Geschäftslage in den nächsten Monaten spürbar verschlechtern wird. Knapp 80 Prozent der Betriebe sehen die gestiegenen Energiekosten mittlerweile als größtes Geschäftsrisiko für ihre weitere wirtschaftliche Entwicklung, heißt es von der IHK. Sie befürchtet, dass etwa jeder achte Industriebetrieb seine Produktion einstellen muss, sollte die Gasversorgung weiter gedrosselt werden. Trotzdem rechnet die IHK nicht mit spürbar negativen Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt und hofft auf die Maßnahmen der Bundesregierung, die die Betriebe bei uns spürbar entlasten würden.
2022 konnten die Unternehmen in unserer Region ihre Umsätze steigern. Die IHK beruft sich dabei auf Zahlen des Statistischen Landesamts. Laut denen hat die Krefelder Industrie bis in den Herbst hinein ein Umsatzplus von rund 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einfahren können. Im Kreis Viersen waren es 18 Prozent. Ähnlich gut sieht es auch bei den Exporten aus. Da kamen die Industriebetriebe in Krefeld auf ein Plus von 25,5 Prozent. Im Kreis Viersen auf rund 15 Prozent. Noch besser sah es nur bei den Umsätzen die innerhalb Deutschlandss erzielt wurden aus. Viele Betriebe hätten noch auf ein gutes Auftragspolster zurückgreifen können. Dennoch sei ein Rückgang der Aufträge im Jahresverlauf zu verzeichnen, so die IHK weiter.