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HNO-Notdienst im Kreis Viersen zieht nach Krefeld
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HNO-Notdienst im Kreis Viersen zieht nach Krefeld

Der HNO-Notdienst für den Kreis Viersen wird ab 1. Juli neu organisiert. Künftig ist das Helios Klinikum Krefeld die zentrale Anlaufstelle.

Veröffentlicht: Donnerstag, 11.06.2026 04:06

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HNO-Notdienst ab Juli zentral in Krefeld

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Der HNO-Notdienst für den Kreis Viersen wird ab dem 1. Juli 2026 neu aufgestellt. Das hat die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein, kurz KV Nordrhein, auf Nachfrage von Welle Niederrhein bestätigt. Künftig gibt es für HNO-Notfälle eine zentrale Notdienstpraxis am Helios Klinikum in Krefeld. Die bisherigen wechselnden Notdienste in den HNO-Praxen im Kreis Viersen entfallen damit. Die Ärztinnen und Ärzte aus dem Kreis Viersen übernehmen ihre Dienste dann in der neuen Praxis am Krankenhaus.

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Was sich für Menschen im Kreis Viersen ändert

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Bislang fand der HNO-Notdienst im Wechsel in den jeweiligen Praxen statt. Nach Angaben der KV Nordrhein gibt es ab Juli stattdessen eine feste Anlaufstelle mit festen Öffnungszeiten. Für Patientinnen und Patienten soll damit die Suche nach der jeweils diensthabenden Praxis entfallen. Gleichzeitig ist die neue Notdienstpraxis direkt an die HNO-Klinik-Ambulanz im Helios Klinikum angebunden. Schwerere Akutfälle können dort nach Angaben der KV Nordrhein unmittelbar weiter versorgt werden.

„Für Erkrankte entfällt dann bei Bedarf zum einen die Recherche nach der jeweils diensthabenden Praxis und zum anderen ggfs. zusätzliche Anfahrtswege, sollten die Beschwerden stationäre Hilfe erforderlich machen.“ - Christopher Schneider, Presse & Relations KV Nordrhein.

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Längere Wege etwa aus Nettetal oder Brüggen

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Für einen Teil der Menschen im Kreis Viersen werden die Wege zum HNO-Notdienst allerdings länger. Darauf weist auch der Kreis Viersen hin. Betroffen sein könnten zum Beispiel Menschen aus Brüggen oder Nettetal. Nach Angaben der Kreisverwaltung gibt es derzeit aber keine Hinweise darauf, dass sich die medizinische Versorgung dadurch verschlechtert. Wie sich die Neuorganisation in der Praxis auswirkt, will der Kreis weiter beobachten.

„Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liegen dem Kreis Viersen keine Erkenntnisse vor, die darauf hindeuten, dass die medizinische Versorgung der Bevölkerung nicht sichergestellt wäre.“ - Daniel Schnock, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Kreis Viersen.

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Kreis Viersen war an Entscheidung nicht beteiligt

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Nach Angaben der Kreisverwaltung war der Kreis Viersen an den Planungen und an der Entscheidung zur Neuorganisation nicht beteiligt. Die Organisation des fachärztlichen Notdienstes liegt laut Kreis in der Zuständigkeit der KV Nordrhein. Dort wird auch über Standorte und die Form der Organisation entschieden. Der Kreis teilt aber mit, dass es inzwischen einen Austausch mit der KV Nordrhein zu dem Thema gegeben hat. Vereinbart worden sei, dazu weiter im Gespräch zu bleiben.

„Der Kreis Viersen war an den Planungen und der Entscheidung zur Neuorganisation des HNO-Notdienstes nicht beteiligt.“ - Daniel Schnock, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Kreis Viersen.

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Hintergrund zur neuen Struktur am Helios Klinikum

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Die KV Nordrhein erklärt, die neue Struktur sei Teil einer Entwicklung hin zu zentralen fachärztlichen Notdiensten an Krankenhausstandorten. Solche Modelle gebe es bereits in anderen Regionen in Nordrhein-Westfalen. Nach Darstellung der KV sollen ambulante Notdienste und Kliniken in der Notfallversorgung enger zusammenarbeiten. Die Nähe zur Klinik soll dabei helfen, schwerere Fälle schneller an die passende Fachabteilung weiterzugeben. In lebensbedrohlichen Notfällen gilt weiter die Notrufnummer 112. Für medizinische Anliegen außerhalb der regulären Sprechzeiten steht der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der 116117 zur Verfügung.

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