
Historisches Niedrigwasser am Rhein in NRW
Am Rhein in NRW werden neue historische Tiefstände erwartet. Besonders am Niederrhein soll in den nächsten Tagen noch weniger Wasser ankommen.
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Historische Tiefstände am Rhein in NRW
Am Rhein in Nordrhein-Westfalen werden nach aktuellen Prognosen an mehreren Pegeln neue historische Tiefstände erwartet. Das betrifft auch den Niederrhein. Nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein reichen die Aufzeichnungen der Pegeldaten vielerorts deutlich mehr als 100 Jahre zurück, teils sogar deutlich länger. Trotzdem werden jetzt an mehreren Stellen neue Negativ-Rekorde vorhergesagt. Besonders am Niederrhein soll in den kommenden Tagen immer weniger Wasser ankommen. Eine grundlegende Entspannung ist derzeit nicht in Sicht.
Pegel Emmerich und Duisburg-Ruhrort im Fokus
Besonders auffällig ist die Lage laut Prognose am Pegel Emmerich. Dort bewegt sich der Pegelstand bereits seit Tagen im negativen Bereich. Für Donnerstag, 6. August 2026, werden minus 6 Zentimeter, für Freitag, 7. August 2026, minus 8 Zentimeter und für Samstag, 8. August 2026, minus 9 Zentimeter erwartet. Auch am Pegel Duisburg-Ruhrort wird erneut ein historischer Tiefstand prognostiziert. Für Freitag, 7. August 2026, werden dort 147 Zentimeter erwartet, für Samstag, 8. August 2026, sogar nur 145 Zentimeter.
Düsseldorf etwas weniger drastisch als zunächst erwartet
Für Düsseldorf fällt die aktuelle Vorhersage nicht mehr ganz so extrem aus wie zunächst befürchtet. Dort werden für Freitag, 7. August 2026, nun 22 statt 17 Zentimeter erwartet. Der historische Tiefstand von 20 Zentimetern, der dort am Sonntag, 2. August 2026, gemessen wurde, würde damit zunächst bestehen bleiben. Auch in Köln hat sich die Prognose leicht verändert. Dort wird für Freitag ein Pegelstand von 67 Zentimetern erwartet. Damit würde der erst vor wenigen Tagen gemessene Negativ-Rekord erneut erreicht, aber nicht weiter unterschritten.
Folgen für Schifffahrt und Transport am Niederrhein
Das Niedrigwasser hat weiter Folgen für die Schifffahrt auf dem Rhein. Zwar ist die Fahrrinne deutlich tiefer als der jeweilige Pegelstand am Ufer, Schiffe können also grundsätzlich weiter fahren. Sie können aber oft nur mit deutlich weniger Ladung unterwegs sein. Das bedeutet, dass Waren auf mehr Schiffe verteilt werden müssen. Auch für Unternehmen am Niederrhein kann das zum Problem werden. Eine Trendwende ist nach Einschätzung des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein derzeit nicht erkennbar.