
Hauspreise am Niederrhein: Kempen bleibt am teuersten
Ein Eigenheim am Niederrhein wird teurer: In Willich zogen die Preise um knapp 30 Prozent an. Kempen bleibt mit rund 500.000 Euro die teuerste Kommune.
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Hauspreise am Niederrhein: Kempen bleibt am teuersten
Niederrhein - Wer am Niederrhein ein Haus kaufen möchte, muss je nach Wohnort sehr unterschiedliche Summen einplanen. Eine Auswertung der Landesbausparkasse (LBS) zeigt für dieses Jahr ein deutliches Preisgefälle zwischen den Kommunen im Kreis Viersen. Am tiefsten in die Tasche greifen Käuferinnen und Käufer in Kempen. Am günstigsten ist es in Nettetal. In Krefeld sind dagegen vor allem die Grundstücke teurer geworden.
Kempen und Willich: Die teuersten Adressen im Kreis
In Kempen kostet ein Einfamilienhaus in diesem Jahr am häufigsten rund 500.000 Euro. Damit ist Kempen die teuerste Kommune im Kreis Viersen. In Willich sind die Preise besonders stark gestiegen: Hier wurden knapp 30 Prozent mehr fällig als zuvor, also jetzt rund 485.000 Euro. Willich liegt damit nur knapp unter dem Niveau von Kempen. Zwischen den beiden Städten und den übrigen Kommunen im Kreis liegt damit eine deutliche Lücke. Wer in Kempen oder Willich kaufen will, braucht entsprechend mehr Budget.
Nettetal und Viersen: Günstigere Preise im Kreis Viersen
Deutlich weniger kostet ein Eigenheim dagegen in Nettetal. Dort liegt der häufigste Preis für ein Einfamilienhaus bei rund 300.000 Euro. Damit ist Nettetal die günstigste Kommune im Kreis. In Viersen sind es rund 350.000 Euro. Zwischen Nettetal und Kempen liegt damit ein Unterschied von rund 200.000 Euro. Für Familien mit kleinerem Budget kann sich der Blick auf die günstigeren Orte im Kreis lohnen.
Krefeld: Grundstückspreise ziehen um 16 Prozent an
In Krefeld sind in diesem Jahr besonders die Grundstückspreise gestiegen. Dort gibt es ein Plus von rund 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ein Grundstück ist der unbebaute Boden, auf dem ein Haus gebaut werden kann. Wer in Krefeld bauen möchte, zahlt dafür also deutlich mehr als noch im Vorjahr.
Ausblick: Der Niederrhein bleibt eine Boomregion
Die LBS erwartet für den Niederrhein nach eigenen Angaben das stärkste Wachstum der Nachfrage nach Eigenheimen und Grundstücken. Für neue Reihenhäuser rechnet sie am Niederrhein bis zum Jahresende mit einem Preisanstieg von 3,8 Prozent. Das ist der stärkste erwartete Anstieg in Deutschland. Grundlage der Zahlen ist eine Umfrage unter rund 400 Immobilienvermittlern von LBS und Sparkassen. Die Preise in der Region dürften damit weiter ein wichtiges Thema bleiben.