
Hausärzteverband ist gegen Impfungen in Apotheken
Wir brauchen mehr Impfstoff statt mehr Impforte. So lässt sich die Forderung des Hausärzteverbands Nordrhein zusammenfassen, zu dem auch Krefeld und der Kreis Viersen gehören. Die Impfstoffe würden willkürlich nach dem Gießkannenprinzip verteilt, kritisiert der Verband. Dass bald auch Apotheken in die Impfkampagne eingebunden werden können, lehnt er ab.
Veröffentlicht: Montag, 06.12.2021 11:04
Bis Weihnachten sollen die Liefermengen für den Impfstoff von Biontech reduziert werden. Das hatte Noch-Bundesgesundheitsminister Spahn angekündigt. Laut dem Hausärzteverband müssen deshalb gerade viele Praxen Impftermine kurzfristig absagen und verschieben. Genügend Impfstoff sei aber Grundvoraussetzung in der Pandemiebekämpfung. Würden bald auch die Apotheken gegen Corona impfen, werde die Verteilung der Impfstoffe noch chaotischer, befürchten die Hausärzte. Bei den Impfungen gehe es auch nicht nur darum, eine Spritze zu setzen. Jeder Mensch müsse individuell und nach Bedarf behandelt werden. Eine Verantwortung, der die Arztpraxen tagtäglich nachkommen, heißt es vom Hausärzteverband.