
Happyologe: Tipps zum Glücklich-Sein
Der Januar ist irgendwie ein trister Monat. Es ist dunkel. Wir haben den Herbst hinter uns und den langen Winter noch vor uns. Wie kommen wir da durch? Das schauen wir uns an mit dem Happyologen Patrik Wenke
Veröffentlicht: Freitag, 02.01.2026 13:47
Die High 5 deines Lebens
Eine der zentralen Botschaften von Patrik Wenke lautet: Dein Glück hängt nicht von anderen ab! Um diese Idee zu veranschaulichen, nutzt er das Bild einer Hand – die "High 5 deines Lebens". Jeder Finger steht dabei für einen Tipp, wie wir glücklicher sein können. Mit dieser einfachen und einprägsamen Methode zeigt Patrik, dass jeder die Verantwortung für sein eigenes Glück übernehmen kann und wie wichtig es ist, aktiv daran zu arbeiten. Denn eine wirkliche Glücksformel, die gibt es nicht. Glück haben wir immer in unserer eigenen Hand.
Tipp eins - der kleine Finger
Zum Beispiel der kleine Finger, der steht dafür, über Kleinigkeiten sich nicht aufzuregen. [...] Die erste Frage, die ich mir immer stelle, ist: Ist das Problem in fünf Jahren noch relevant? Dann kriegt das Problem den richtigen Stellenwert und meistens ist es dann nicht interessant. Die zweite Frage ist: Warum passiert es jetzt? [...] Und die dritte Frage, das ist die entscheidende Frage: Was ist die versteckte Chance, das versteckte Glück in diesem Problem?"
Tipp zwei - Der Ringfinger
Der Ringfinger, das ist ein schönes Bild für "Ein Rendevouz zu machen mit der wichtigsten Person in seinem Leben", das ist man selbst. Und man macht dann dieses Rendevouz mit sich selbst und nimmt sich Zeit, man geht alleine, man ist unterwegs, [...] kein Tier und auch kein Handy. Und dann kommen Dinge hoch: gute wie auch schlechte. [...] Es gibt dann die Frage: Wenn es dich glücklich macht, dann mach es und was dich nicht glücklich macht, das kann weg. Und was so einfach klingt, ist es bei weitem nicht. Aber je mehr Rendevouzs ich mit mir selber mache, desto klarer und klarer werde ich. Das ist wie so eine Excelliste [...] und Klarheit ist ein großer Schlüssel für Glück, denn die meisten Menschen wollen glücklich sein, aber sie wissen gar nicht, was sie wollen.
Tipp drei - Der Mittelfinger
Der Mittelfinger zum Beispiel, der steht dafür, ein sogenanntes Statement abzugeben: ein klares Ja oder ein klares Nein. Was uns wirklich unglücklich macht, sind diese glasklaren Jeins oder diese unentschlossenen Vielleichts. Wir haben immer Angst vor Fehlern. Dabei ist, wenn du das Wort Fehler nimmst [...] und wirbelst das mal ein bisschen durcheinander, dann wird aus dem Wort Fehler das Wort Helfer. Du musst nur das "f" nach hinten schieben und das "h" nach vorne ziehen. Also ein Fehler ist nichts anderes als ein Helfer für die Zukunft und deswegen: Fehler sind gut. Vielleicht verpasst man sogar die schönsten Fehler seines Lebens. Deswegen keine Angst vor Fehlern: Lieber eine Entscheidung treffen - Ja oder nein. Und wenn die Entscheidung falsch ist, kann man sie immer noch korrigieren. Der größte Fehler ist es, keine Entscheidung zu treffen
Tipp vier - Der Zeigefinger
Der Zeigefinger steht für Wegweiser, für schöne Momente. Wir sehen immer, was nicht funktioniert, aber wir können uns ja auch mal darauf konzentrieren, was funktioniert. Also schöne Dinge, die man sieht und deswegen soll man diese Glücksmomente, diese kleinen schönen Momente sehen und auch festhalten, denn da ist die Wissenschaft sich sicher: Das bloße Erinnern von Bildern löst die gleichen Glücksgefühle aus wie der Glücksmoment an sich - also messbar mit Dopamin, Serotonin und Oxytocin. Und wenn du kein Handy hast, dann geht das natürlich auch. Du musst einfach nur diese Dinge aufschreiben. Also ein schönes Buch machen, was nur für deine Glücksmomente ist, Dinge reinschreiben, Bilder reinkleben, ein Vision Board machen. Da gibt es so so viele Möglichkeiten und das ist genauso hilfreich und nützt genauso und hat den gleichen Effekt wie das digitale.
Tipp fünf - Der Daumen
Es gibt in dieser Hand den Daumen und dieser Daumen steht für Dankbarkeit und Demut. Die meisten stehen morgens auf, rollen sich mit dem Körper übers Bett und gucken noch in der Seitenlinie dann aufs Handy und scrollen erstmal die negativen Nachrichten und wundern sich, dass das alles nicht funktioniert. Am besten macht man erstmal noch mal ganz bewusst die Augen zu für eine Minute und ist dankbar für die Dinge, die man kann. Und das sind die Dinge, die einfach uns einen gelungenen Start geben, weil wir uns einfach darauf konzentrieren, was wir können und was wir haben, anstatt dass wir immer wieder in diesem Mangeldenken einen Tag beginnen, das macht nicht wirklich Sinn.