
«Gute Chance» für Ende von Erfolgsdoppel Pütz und Krawietz
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Tennis
New York (dpa) - Doppel-Spezialist Tim Pütz denkt stark über einen Rückzug als Vollzeit-Tennisprofi und damit ein Ende des Erfolgsduos mit Kevin Krawietz in der kommenden Saison nach. «Es besteht eine gute Chance, dass ich nächstes Jahr nicht mehr voll weiter spiele und der Kevin sich einen neuen Partner suchen muss», sagte der 38 Jahre alte Pütz nach dem verlorenen US-Open-Finale mit Krawietz.
Möglich sei, dass er weniger Turniere als bisher spiele. «Ich gehe langsam auf den Tennis-Ruhestand zu», sagte Pütz. Dies sei aber «noch nicht in Stein gemeißelt».
Pütz: «Sehr viele Jahre meines Lebens geopfert»
Das deutsche Davis-Cup-Doppel verlor das Endspiel im Arthur Ashe Stadium von New York gegen Christian Harrison aus den USA und den Briten Neal Skupski mit 4:6, 6:7 (6:8). Damit verpassten die beiden im zweiten US-Open-Finale erneut die Chance auf den ersten gemeinsamen Grand-Slam-Titel. Ihren größten gemeinsamen Erfolg feierten beide mit dem Titel bei den ATP Finals 2024.
«Das Thema ist nicht jetzt hochgekommen. Ich weiß das schon länger», sagte Krawietz über einen möglichen Rückzug von Pütz. «Wenn der Pützi irgendwann sagt, er spielt keinen vollen Kalender mehr und nur noch reduziert, dann suche ich mir einen neuen Partner.» Beide betonten, dass ihr Verhältnis und die sportliche Partnerschaft ungetrübt sei.
Pütz begründete den möglichen Rückzug mit seinem Alter und privaten Gründen. «Ich habe sehr viele Jahre meines Lebens geopfert für das Tennis. Wir als Familie haben sehr viel Zeit geopfert», sagte der 38-Jährige. «Jetzt haben wir langsam das Gefühl, dass wir genug Zeit geopfert haben und ich zuhause sein will.»
Mit seinem früheren Doppelpartner Andreas Mies hatte Krawietz zweimal den Titel bei den French Open gewonnen. Pütz holte mit der Japanerin Miyu Kato den Mixed-Titel 2023 in Paris.