
Grundwasser in Krefeld weiter belastet
Die Nitratwerte im Grundwasser bleiben in Krefeld zu hoch. Das zeigt eine neue Untersuchung des VSR-Gewässerschutzes mit rund 60 Brunnenproben.
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Hohe Werte in Krefeld und am Niederrhein
Die Nitratbelastung im Grundwasser bleibt am Niederrhein ein Thema. Das zeigt eine neue Untersuchung des VSR-Gewässerschutzes in Krefeld. Bei rund 60 Proben aus privaten Gartenbrunnen lag der Nitratwert nach Angaben des Vereins bei jeder siebten Probe über dem EU-Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter. Besonders hohe Werte wurden in Fischeln und Hüls gemessen. Der VSR hatte die Brunnenwasseranalysen am 9. Juni auf dem Dionysiusplatz in Krefeld durchgeführt. Die Ergebnisse wurden jetzt ausgewertet.
VSR nennt Gründe für die Belastung
Der VSR-Gewässerschutz macht vor allem die Düngepolitik der vergangenen Jahrzehnte für die anhaltend hohen Werte verantwortlich. In der Pressemitteilung verweist der Verein darauf, dass sich die gesetzlichen Regeln zwar immer wieder verändert hätten, die Nitratbelastung im Grundwasser aber nicht ausreichend gesunken sei. Besonders kritisch sieht der VSR, dass strengere Vorgaben in besonders belasteten Gebieten derzeit ausgesetzt sind. Hintergrund ist, dass die bisherigen Kriterien für die sogenannten roten Gebiete als zu ungenau bewertet wurden. Der Verein fordert deshalb neue und verlässliche Regeln, damit die Nitratbelastung in besonders betroffenen Bereichen weiter sinkt. Diese Einordnung stammt vom VSR-Gewässerschutz.
Diskussion um das Düngegesetz läuft noch
Zur geplanten Änderung des Düngegesetzes gibt es aus Sicht des VSR noch keine abschließende Bewertung. Auf eine Nachfrage von Welle Niederrhein teilte Harald Gülzow mit, der Entwurf werde aktuell noch mit Verbänden aus Wasserwirtschaft, Landwirtschaft und Umweltschutz besprochen. Welche Regeln am Ende beschlossen werden, sei deshalb noch offen. Der VSR hoffe, dass am Ende tragfähige Regelungen zum Schutz des Grundwassers im Gesetz stehen. Eine genaue Einschätzung zum aktuellen Entwurf wollte der Verein deshalb noch nicht abgeben.
Auch im Kreis Viersen bleibt das Problem
Erst im März hatte der VSR-Gewässerschutz auch Zahlen zur Nitratbelastung im Kreis Viersen veröffentlicht. Damals hieß es, dass weiter mehr als 30 Prozent der untersuchten Gartenbrunnen über dem Grenzwert liegen. Besonders belastet waren nach diesen Angaben auch Brunnen in Grefrath. Der Verein hatte dabei von einer langfristigen Verbesserung gesprochen, zugleich aber deutlich gemacht, dass das Problem noch nicht gelöst ist.