
Gewerbesteuer am Niederrhein 2025 höher
Die Kommunen am Niederrhein haben 2025 mehr Gewerbesteuer eingenommen als im Vorjahr. Vor allem Krefeld liegt weiter deutlich an der Spitze.
Veröffentlicht: Donnerstag, 30.07.2026 06:06
Gewerbesteuer 2025 am Niederrhein gestiegen
Die Kommunen am Niederrhein können sich über höhere Einnahmen aus der Gewerbesteuer freuen. Trotz schwieriger Bedingungen für Industrie und Gewerbe liegen die Einzahlungen 2025 über dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt kommen die Städte und Gemeinden in der Region auf knapp 407 Millionen Euro. Das zeigt eine aktuelle Auswertung von IT.NRW. Die Gewerbesteuer bleibt damit eine wichtige Einnahmequelle für die kommunalen Haushalte.
Krefeld vor Kempen, Viersen und Willich
An der Spitze steht weiterhin Krefeld. Dort liegen die Gewerbesteuer-Einnahmen bei rund 204 Millionen Euro. Das sind etwa 10 Millionen Euro mehr als 2024. Mit deutlichem Abstand folgen Kempen mit rund 34,8 Millionen Euro, Viersen mit rund 55,5 Millionen Euro und Willich mit rund 54,2 Millionen Euro. Schlusslicht in der Region bleibt Nettetal mit gut 3,4 Millionen Euro.
Große Unterschiede zwischen den Kommunen
Auch innerhalb der Region zeigen sich deutliche Unterschiede. Neben Krefeld erreichen mehrere Kommunen zweistellige Millionenbeträge, darunter Schwalmtal, Tönisvorst und Niederkrüchten nicht. Brüggen und Grefrath liegen wie Nettetal ebenfalls deutlich niedriger. Die Zahlen machen deutlich, dass die wirtschaftliche Stärke und die Ansiedlung von Unternehmen vor Ort großen Einfluss auf die Einnahmen haben. Gleichzeitig kann die Höhe der Gewerbesteuer auch davon abhängen, welchen Hebesatz eine Kommune festlegt.
Gewerbesteuer bleibt wichtige Stütze für Städte
Die Gewerbesteuer wird auf den Ertrag von Unternehmen erhoben und ist für Städte und Gemeinden besonders wichtig. Kommunen können über den Hebesatz mitentscheiden, wie hoch die Steuer vor Ort ausfällt. Nach Angaben von IT.NRW lag das gesamte Gewerbesteueraufkommen in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2025 bei rund 16,991 Milliarden Euro. Das waren leicht mehr als im Jahr zuvor. Für viele Kommunen am Niederrhein sind die Einnahmen deshalb ein wichtiger Baustein für ihre finanzielle Planung.