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Gedenken an NS-Opfer am Niederrhein
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Gedenken an NS-Opfer am Niederrhein

Am Dienstag (27. Januar) wird auch am Niederrhein der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. In Tönisvorst, Krefeld, Kempen und Nettetal finden Gedenkveranstaltungen statt.

Veröffentlicht: Dienstag, 27.01.2026 06:58

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Gedenken in Tönisvorst

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Am 27. Januar wird deutschlandweit der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Der Tag erinnert an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz im Jahr 1945. Auch am Niederrhein finden mehrere Gedenkveranstaltungen statt.

In Tönisvorst beginnt das Gedenken um 16 Uhr an der Gedenktafel am Markt 3 im Ortskern Vorst. Nach einer kurzen Ansprache folgt eine Kranzniederlegung und ein Gebet. Während der NS-Zeit wurden dort insgesamt 27 jüdische Bürgerinnen und Bürger verfolgt, deportiert oder ermordet.

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Zentrale Gedenkfeier im Kreis Viersen

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Der Kreis Viersen lädt um 19:30 Uhr zu einer zentralen Holocaust-Gedenkveranstaltung ins Kulturforum Franziskanerkloster in Kempen ein. Historikerin Dr. Marina Sassenberg spricht über die Frage: „Was haben Stolpersteine mit Demokratie zu tun?“ Der Vortrag beleuchtet Bedeutung, Chancen und Kritik dieser Erinnerungsform und schlägt eine Brücke zur Gegenwart. Die Veranstaltung ist der Auftakt des neuen Semesters der Kreisvolkshochschule Viersen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung wird empfohlen.

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Gedenken in Krefeld und Nettetal

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In Krefeld lädt Oberbürgermeister Frank Meyer um 11 Uhr in die Shedhalle am Campus Krefeld West der Hochschule Niederrhein ein. Erstmals wird dieser Gedenktag in diesem Jahr von Professoren und Studierenden der Hochschule Niederrhein gestaltet. Das Motto lautet in diesem Jahr „Jeder ist ein Mensch. Jeder ist jemand“. Mit unterschiedlichen Beiträgen aus den Fachbereichen zeigen Akteure der Hochschule, wie vielfältig zu Themen der Gedenkarbeit gearbeitet wird. Zum Kreis der geladenen Gäste gehören unter anderem die Jüdische Gemeinde und die Vertreter der Kirchen und Religionsgemeinschaften sowie Vertreter aus Politik und Verwaltung. 

In Nettetal findet das Gedenken um 17 Uhr in der Alten Kirche Lobberich statt. Die Veranstaltung wird von den Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule Nettetal gestaltet. Nach der Feier wird ein Kranz am Gedenkstein für unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger niedergelegt.

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Zeichen gegen Hass und Vergessen

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Mit den Veranstaltungen soll nicht nur der Opfer des Holocaust gedacht werden. Gleichzeitig setzen die Städte und Kommunen ein gemeinsames Zeichen für Erinnerungskultur, Demokratie und Verantwortung. Ziel ist es, das Gedenken wachzuhalten und deutlich zu machen, dass sich die Verbrechen des Nationalsozialismus niemals wiederholen dürfen.

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