
Freispruch im Vergewaltigungsprozess
Im Fall um eine mutmaßliche Vergewaltigung in einem Zug für Fußballfans ist der Angeklagte aus Mönchengladbach freigesprochen worden. Es sei für den Mann nicht ersichtlich gewesen, dass die Frau keinen Sex wollte, sagte ein Gerichtssprecher. Das Landgericht hob damit ein Urteil des Amtsgerichts in Teilen auf.
Veröffentlicht: Donnerstag, 18.06.2020 16:54
Der heute 32-Jährige und die Frau hatten sich im April 2018 in einem Sonderzug kennen gelernt, als sie auf dem Rückweg vom Auswärtsspiel der Borussia bei Bayern München waren. Laut erster Instanz kam es nach einem Flirt der beiden zu einer Vergewaltigung auf der Zug-Toilette. Der Angeklagte sprach dagegen von einvernehmlichem Sex. Das Amtsgericht verurteilte ihn zu drei Jahren und neun Monaten Haft - vom Landgericht kam jetzt der Freispruch. Der Mann verbüßt noch eine Haftstrafe wegen einer anderen Tat und befindet sich zurzeit in einer Entziehungsanstalt.