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Flughafen Düsseldorf erreicht Klimaschutz-Stufe vier
© Andreas Wiese, Flughafen Düsseldorf
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Flughafen Düsseldorf erreicht Klimaschutz-Stufe vier

Der Flughafen Düsseldorf hat erstmals Stufe vier des Klimaschutzprogramms ACA erreicht. Klimaneutral ist der Airport damit noch nicht, das Ziel gilt für 2035.

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Flughafen Düsseldorf erreicht erstmals ACA-Stufe 4

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Der Flughafen Düsseldorf hat erstmals die Zertifizierungsstufe 4 des Klimaschutzprogramms „Airport Carbon Accreditation“ erreicht, kurz ACA. Das teilt der Airport selbst mit. Die Auszeichnung kommt vom internationalen Flughafenverband ACI. Nach Angaben des Flughafens bestätigt sie die Weiterentwicklung seiner Klimastrategie. Ausschlaggebend war vor allem der umfassende Blick auf die Emissionen aller Partner am Standort. Klimaneutral ist der Flughafen damit aber noch nicht.

„Die Auszeichnung durch den internationalen Flughafenverband ist für uns Ansporn, unseren Weg zur ‚Destination of Excellence‘ weiterzugehen und die damit verbundene nachhaltige Entwicklung unseres Standortes gemeinsam mit unseren Partnern konsequent voranzutreiben“ - Veronika Bappert, Leiterin Corporate Sustainability am Flughafen Düsseldorf

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Das verlangt Stufe 4 vom Düsseldorfer Flughafen

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Für Stufe 4 muss der Flughafen zuerst seine eigenen Emissionen erfassen und senken, die direkt zum Flughafenbetrieb gehören. Dazu zählen zum Beispiel der Gasverbrauch der Blockheizkraftwerke und der Verbrauch der Spezialfahrzeuge im Winterdienst. Außerdem muss der Airport die Emissionen Dritter systematisch erfassen, etwa die von Fluggesellschaften. Diese Werte muss er in seinen Reduktionsplan einbinden. Das setzt eine enge Zusammenarbeit mit Airlines, Bodenverkehrsdienstleistern, Energieversorgern und weiteren Unternehmen am Standort voraus. Künftig bezieht der Flughafen neben CO2 auch weitere Emissionen seines eigenen Betriebs ein, zum Beispiel Kältemittelverluste aus Klimaanlagen.

„Fortschritte bei der weiteren Reduzierung von Emissionen und unser Ziel eines klimaneutralen Flughafens können wir nur gemeinsam mit unseren Partnern am Standort erreichen“ - Veronika Bappert, Leiterin Corporate Sustainability am Flughafen Düsseldorf

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Klimaneutral bis 2035: Erdgas-Kraftwerke sind die größte Hürde

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Nach eigenen Angaben hat der Flughafen Düsseldorf seine CO2-Emissionen seit 2010 um rund 80 Prozent gesenkt. Damit hat er laut Airport das gemeinsame Klimaschutzziel der deutschen Flughäfen für 2030 bereits deutlich übertroffen. Spätestens 2035 will der Flughafen selbst klimaneutral wirtschaften. Grundlage dafür ist die „Roadmap NetZero“ mit klar festgelegten Maßnahmen und einem Weg zur Senkung der verbleibenden Emissionen. Aktuell entfallen mehr als 75 Prozent der CO2-Emissionen des Airports auf die beiden erdgasbetriebenen Blockheizkraftwerke. Gemeinsam mit Projektpartnern prüft der Flughafen, wie sich diese Emissionen senken lassen, zum Beispiel durch eine Umstellung auf Wasserstoff oder den Einsatz von Biomethan.

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Solarstrom, Bahn und Wasserstoff: Weitere Maßnahmen am Airport

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Neben den Kraftwerken setzt der Flughafen Düsseldorf auf den Ausbau erneuerbarer Energien. Im Juni hat er eine neue Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Sie ist nach seinen Angaben die größte ihrer Art direkt an der Start- und Landebahn eines deutschen Flughafens. Außerdem prüft der Airport, die Anbindung an das Fernwärmenetz auszubauen, und will die Energieeffizienz von Anlagen und Gebäuden weiter steigern. Die begonnene Umstellung der Fahrzeugflotte auf alternative Antriebe geht weiter, ebenso der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Dazu kommen Großprojekte bei Wasserstoff und beim nachhaltigen Flugkraftstoff „Sustainable Aviation Fuel“, kurz SAF. Für den SAF baut der Flughafen ein neues Tanklager mit Gleisanschluss, sodass sich künftig rund 30.000 Lkw-Lieferungen pro Jahr von der Straße auf die Schiene verlagern lassen.

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So funktioniert das Programm Airport Carbon Accreditation

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Das Programm wurde 2009 vom Dachverband der europäischen Verkehrsflughäfen, ACI Europe, ins Leben gerufen. Es ist ein unabhängiges Zertifizierungsverfahren, das speziell für Flughäfen entwickelt wurde. Damit werden Treibhausgase erfasst und verringert. Betrachtet werden alle Emissionen, die am Standort entstehen, auch wenn Dritte sie verursachen und der Flughafen darauf keinen direkten Einfluss hat. Nach der Berechnung des sogenannten CO2e-Fußabdrucks werden Reduktionsziele festgelegt und nachgehalten. Der Düsseldorfer Flughafen ist mit 21 Millionen Passagieren im Jahr 2025 der größte Flughafen Nordrhein-Westfalens.

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