
Erste Zeugenaussagen im Greta-Prozess
Im Prozess um den Tod der kleinen Greta aus Viersen haben die ersten Zeugen ausgesagt. Dabei handelte es sich um Familienangehörige und Freunde der angeklagten Erzieherin. Sie beschrieben die 25-Jährige als liebevolle Person, die sich in der Vergangenheit aber häufig in Lügengeschichten verstrickt habe.
Veröffentlicht: Montag, 30.11.2020 15:03
Unter anderem hatte die Erzieherin erfunden, dass sie in einem Waldstück überfallen worden wäre. Ebenfalls hatte sie behauptet, sie sei einmal von ihrem Onkel als Kind sexuell angegangen worden. Auch hier ist fraglich, ob das überhaupt so stattgefunden hatte. Eine Freundin sagte, im Fall „Greta“ habe sich die Angeklagte als Heldin aufgespielt. Die Mutter des Kindes habe ihr sogar noch für die Rettungsmaßnahmen gedankt. Greta war später im Krankenhaus gestorben. Möglicherweise liegt hier das Tatmotiv – vielleicht wollte die Angeklagte Aufmerksamkeit und zur Heldin werden.